Blackfear – Endzeit

Postapokalyptisch seit 2010…

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Battlefield 3 (XBox 360) – Blackfear Flashback / Test

| 3 Kommentare


Erinnert Ihr euch noch an Battlefield 1942? Der Shooter ist inzwischen fast 9 Jahre alt, gehört aber gerade auf LAN-Partys noch immer zu den beliebtesten Netzwerkspielen. Auch der Nachfolger Battlefield 2 und die Spin-Offs Bad Company 1&2 sind im Multiplayer der Renner. Letztere hatten dann auch einen brauchbaren Singleplayer-Modus und genau da scheint der neuste Ableger auch wieder anknüpfen zu wollen: Denn endlich wird in Battlefield eine filmreife Geschichte erzählt. Eine Geschichte über Terror, Krieg und Atombomben…

Worum geht es in dem Spiel?
Man spielt den U.S. Marine Staff Sgt. Henry “Black” Blackburn, der vom CIA wegen dem Verdacht der Verschwörung mit dem Feind verhört wird. Dabei wird in Rückblicken, so genannten Flaschbacks, erzählt wie es dazu kam.
So war er ursprünglich an einer Rettungsmission eines US-Squads in Teheran beteiligt, bei der er sich mit seiner Einheit gegen die Terrororganisation PLR verteidigen musste. Dabei stellten die Marines fest, dass die PLR drei Nukleare Sprengsätze im Besitz haben muss. Daraufhin beginnt ein weltweiter Wettlauf gegen die Zeit. Blackburn trifft dabei auf verschiedene Mitstreiter, wie z.B. einen Russen, mit dem er mehr oder weniger gemeinsam versucht Solomon (dem Anführer der PLR) aufzuhalten und die Zündung der Atombomben zu verhindern. Doch das gelingt nicht ganz…

Mein Eindruck:
Ich möchte mich hier erst einmal vorrangig auf den Einzelspieler-Modus beziehen. Das Spiel startet sehr imposant und intensiv mit einer Verfolgungsjagd in einer U-Bahn. Man wird direkt ins Geschehen geworfen und in Form kurzer Hinweise werden die Grundlagen der Steuerung vermittelt. Erwartungsgemäß geht diese aber leicht von der Hand und die ersten Gegner sind nach ein paar actiongeladenen Szenen besiegt und die eigentliche Story beginnt.
Wie schon erwähnt wird diese in Rückblicken erzählt und man versteht zu erst nur sehr wenig um was hier eigentlich geht. Wie in einem guten Film möchte man wissen, worum es geht und warum man verhört wird. Die Flashbacks des Protagonisten “Blackburn” verteilen sich über Einsätze quer über den Globus, bei denen er allerdings immer wieder zur falschen Zeit am falschen Ort ist und dabei selbst ins Visier der CIA gerät. Die Geschichte wird dabei in absolut filmreifen und auch teilweise sehr erstaunlichen Ingame-Szenen erzählt. Erstaunlich deshalb, weil man manche Szenen sehr intensiv miterlebt, z.B. als ein Kamerad von einem Sniper nieder gestreckt wird und man ihn aus der Schusslinie ziehen muss.
Sowieso ist das Gameplay sehr abwechslungsreich: Mal marschiert man mit seiner Einheit durch feindliches Feuer von einer Deckung zur anderen, dann brettert man mit einem Panzerkonvoi durch die Wüste und man in Co-Pilot in einem Kampfjet. Es wird nie langweilig. Mal explodiert es an allen Ecken und Kannten, dann muss man wieder leise und besonnen vorgehen. Keine Mission ist wie die Vorherige.
In vielen anderen Tests habe ich gelesen, dass die Story langweilig und ideenlos sein soll. Dem muss ich aber widersprechen. Klar wird hier keine Weltneuheit erfunden, aber es wird eine gute und solide Geschichte um Terror und Verrat erzählt, die einfach Spaß macht und zumindest ich, wollte unbedingt wissen wie es weiter geht.
Spielerisch gibt es aber auch ein paar Dinge zu kritisieren. So finde ich es zwar klasse, ständig Kameraden die mit mir kämpfen an der Seite zu haben, aber er störte mich sehr, dass ich andauernd aus der Deckung geschubst wurde, weil mein KI-Kumpel unbedingt seine fest gescriptete Position einnehmen musste. Oder dass man trotz einer Spielengine, in der angeblich fast alles zerstört werden kann, einen Gegner nicht erwischt, weil er hinter einem unkaputtbaren Flachbildschirm steht. Aber Gott sei dank, sind diese Momente nur selten. Schade auch, dass die Kampagne recht schnell durch gespielt ist. Nach ca. 6 Stunden war die Geschichte vorbei. Scheint wohl bei aktuellen Shootern in Mode zu sein…

Technischer Eindruck:
Grafik: Gleich zu Anfang fällt die beeindruckende Grafik ins Auge. Die Waffen, die Umgebung und auch die Gegner (und Mitstreiter) sehen einfach fantastisch aus. Die Welt ist sehr detailreich gestaltet und selbst die Fahrzeugmissionen sind eine grafische Augenweise. Man wird sogar durch Sonneneinfall oder durch Lampen der Gegner geblendet, die Sicht wird ständig durch Rauch oder andere Umwelteinflüsse getrübt und man bekommt dadurch dieses Mitten-Drin-Gefühl. Viel besser kann man es nicht machen.
Sound: Der Sound ist so eine Sache. Während im Spiel alles ok ist und es an allen Ecken und Kanten realistisch kracht, sind die Videosequenzen von der Sprachausgabe her sehr leise und undeutlich. Hier hätte ich mir eine Lautstärkeregelung gewünscht.
Steuerung: Kurz gesagt, einfach klasse. Jeder Tastendruck reagiert sofort und der Soldat lässt sich fast realistisch durchs Terrain bewegen. Es ist richtig cool über Hindernisse zu hetzten oder sich unter Sperrfeuer in den Dreck zu werfen.

Multiplayer:
Der Multiplayermodus ist natürlich der Hauptbestandteil von Battlefield 3, allerdings möchte ich hier nicht all zu weit drauf eingehen, da es mir in diesem Test hauptsächlich um den Storymodus ging. Ich muss aber sagen, dass der Mehrspielermodus wirklich gelungen ist. Die Maps sind riesig und abwechslungsreich und auch das freischalten immer neuer Waffen oder Gadgets ist wirklich motivierend und mach viel Spaß.

Fazit:
Battlefield 3 erzählt eine spannende Geschichte um Terror, Verrat und Atombomben. Für Endzeitfans mit einen Hang zu Shootern ist das Spiel wärmstens zu empfehlen. Der Multiplayer-Modus garantiert dabei die Langzeitmotivation, die der Storymodus leider nicht bieten kann.

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Battlefield 3

Screenshots und Logo: EA Games / Vielen Dank an EA für die freundliche Unterstützung!

3 Kommentare

  1. frage “ich hab gehört das im mp viel mit fahzeugen gecampt wird ist das echt so “

    • Nö, konnte ich bisher nicht nachvollziehen. Klar muss man mit einem Panzer stehen bleiben um richtig schießen zu können, aber Aufgrund der Größe und Verwundbarkeit der Fahrzeuge würde ich das nicht als Campen bezeichnen.

  2. Pingback: Call of Duty: Modern Warfare 3 (XBox 360) – Blackfear Flashback / Test | Blackfear - Endzeit

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