Call of Duty: Modern Warfare 3 (XBox 360) – Blackfear Flashback / Test


Nachdem wir vor kurzem den Shooter Battlefield 3 für euch getestet haben, steht jetzt wie bereits angekündigt, der Test zu Activisions neustem Verkaufsschlager Call of Duty: Modern Warfare 3 an! Die Vorgänger hatten es storymäßig schon in sich, darum waren wir auf diese Fortsetzung äußerst gespannt…

Worum geht es in dem Spiel?
Der dritte Ableger der Reihe knüpft direkt an den Vorgänger an. Noch immer ist die Invasion der Russen auf Amerika allgegenwärtig und so hilft man zu Anfang den Hafen von New York zu verteidigen und die dortige russische Flotte zu versenken. Captain Price und Soap verstecken sich derweil vor Makarovs Leuten, da sie die einzigen sind, die die wahren Hintergründe diese Krieges kennen und somit unerbittlich gejagt werden. Und auch in Europa tobt inzwischen der Krieg: Nachdem es diverse Anschläge mit Nervengas, gab überrennt die russische Arme einige Großstädte wie z.B Hamburg und man kämpft sich als Delta-Force-Einheit durch diese Gebiete. Nach einiger Zeit ist der Russische Präsident aber zu Friedensverhandlungen bereit, wird allerdings auf dem Weg dorthin von Makarov entführt. Und so beginnt ein  Katz- und Mausspiel um die nuklearen Startcodes Russlands…

Mein Eindruck:
Modern Warfare 3 schmeißt einen gleich zu Anfang in den totalen, dritten Weltkrieg wie man ihn sich vorstellt. Es ist absolut beeindruckend vor New York diese riesige Invasionsflotte zu sehen und anschließend zu versenken. Überall am Bildschirmrand passiert irgend etwas, sei es ein Schiff das explodiert und Soldaten, die versuchen über Boote die Russen zu entern. Man hat sofort diese Mittendrin-Gefühl und ist erst einmal von den ganzen Eindrücken geflasht.
Richtige gefreut hat es mich aber erst nach der ersten Mission, als ich Price und Soap wieder gesehen habe. Als Anhänger der ersten Teile hat man diese Charaktere wie in einer guten TV-Serie einfach lieb gewonnen und möchte mehr über ihr Schicksal erfahren. Aber auch hier bleibt wenig Zeit für Nostalgie, denn ein actionreicher Höhepunkt jagt den anderen.
Allerdings muss man auch sagen, dass der Realismus hier etwas auf der Strecke bleibt. Die Story ist zwar super spannend aber  wie in vielen Actionfilmen auch etwas an den Haaren herbei gezogen und manche Sprünge in der Geschichte wirken etwas gezwungen. Aufgrund des hohen Tempos und der non-stop Action hat man aber wenig Zeit darüber nachzudenken. Viel mehr ist man damit beschäftigt von einer Deckung zur anderen zu hetzten und dem Kugelhagel der Gegner zu entkommen.
Zwischen den bombastischen Schlachten und Missionen gibt es immer mal wieder kleinere, sehr intensive, teils schockierende Zwischensequenzen. So sieht man z.B. ein Ehepaar mit dessen kleine Tochter vor einem Lieferwagen stehen, der im nächsten Moment explodiert und Giftgas freisetzt. Da bleibt der Atem fast stehen und man ist als Spieler umso motivierter dem allem ein Ende zu setzten und die Hintermänner zu fassen. Genau so beeindruckend ist es, sich vom Hamburger Hafen in die Stadt zu kämpfen, oder den Eiffelturm einstürzen zu sehen. Es geht einfach immer die Post ab und es bleibt kaum Zeit zum durchatmen.  Aber es gibt auch noch die bekannten Schleich- und Snipermissionen, die aber letzten Endes auch in einer Effektfeuerwerk enden.
Zu meckern gibt es eigentlich sehr wenig: Bugs sind mir eigentlich keine aufgefallen, außer das ich über das ein oder andere Hindernis nicht springen konnte obwohl es von der Höhe hätte passen müssen. Und auch manche Gegner verhalten sich etwas unlogisch, was aber aufgrund des hohen Spieltempos kaum auffällt.
Was mir ebenfalls missfällt ist die kurze Spielzeit der Kampagne. Nach ca. 6-7 Stunden ist man durch. Schade das auch der neue Modern Warfare Ableger bei diesem Kurz-Spiel-Trend wieder mit macht. Für reine Einzelspieler lohnt sich der Kauf daher erst zum Budget-Preis nach ein paar Monaten.


Technischer Eindruck:
Grafik:
Auch wenn es zu den Vorgängern keinen allzu großen Unterschied gibt, sieht die Grafik auf der XboX 360 sehr beeindruckend aus. Vor allem der Detailreichtum hat es mir angetan. Die Umgebung sieht sehr realistisch aus und aufgrund der hohen Sichtweite sieht man selbst im Hintergrund den Krieg toben. Hier wurde alles richtig gemacht.
Sound: Die Waffen- und Umgebungsgeräusche sind durchweg gelungen und auch die Sprachausgabe ist gut verständlich. Manche Sätze wirken zwar künstlich dramatisiert, aber das ist ja auch in vielen Actionfilmen so.
Steuerung: Da die Serie eigentlich der Standard unter den Shootern ist, ist hier wie zu erwarten alles perfekt. Die Empfindlichkeit lässt sich individuell einstellen und somit kann jeder nach eigenen Bedürfnissen steuern.  Im Multiplayer empfiehlt sich eine hohe Empfindlichkeit, damit man sich schneller drehen kann. Dies bedarf zwar etwas Übung, geht aber schnell gut von der Hand.

Multiplayer:
Für uns Endzeitfreaks eher uninteressant, aber da dieser Modus einen Großteil des Spiels ausmacht dennoch erwähnenswert. Ganz klassisch kämpft ihr euch durch (im Vergleich zu Battlefield 3) kleinen Maps und verschiedene Spielmodi. Motivierender sind da schon die Spezialmission, die ihr sogar mit einem Freund im Splitscreen spielen könnt. Das bringt immer besonders viel Spaß.

Fazit:
Der Singleplayermodus ist zwar kurz, aber für Shooter- und Endzeitfans ein richtiger Genuss. Man erlebt einen apokalyptischen Krieg, den man am besten als atemloses Actionfeuerwerk bezeichnen kann! Allerdings trübt die kurze Kampagne wieder einmal etwas den Spielspaß. Für die Langzeitmotivation sogren dann aber wieder die Spezialmissionen.

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Screenshots und Logo: Activision Blizzard Deutschland / Vielen Dank an Activision Blizzard Deutschland für die freundliche Unterstützung!

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