Transmetropolitan Bd. 3: Lonely City – Rezension / Kritik

TransmetropolitanSpider is back. Aber so richtig. Und er tritt wieder Ärsche. Aber können die Geschichten rund um den Ausnahmejournalisten auch im dritten Band Transmetropolitan Bd. 3: Lonely City noch fesseln?

Worum geht in diesem Band?
Wenig überraschend, Spider tut genau das, was er am besten kann. Enthüllung-Storys schreiben, Ärsche treten und dabei versuchen das System zu stürzen. Zu Anfang hängt er in einer tiefen Depression fest, die ihn fast paralysiert. Doch dann kommt etwas, was seine vollständige Aufmerksamkeit auf sich zieht und ihn wieder wach rüttelt: Die staatliche Zensur. So etwas kann Spider nicht durchgehen lassen und darum macht er sich auf um mehr als nur einen Arsch zu treten. Sein Ziel: Das System, mitsamt seinem Präsidenten stürzen…

Mein Eindruck:
Eigentlich muss ich zu Transmetropolitan gar nicht mehr so viel sagen. Inzwischen dürfte bekannt sein, dass ich seit dem ersten Band ein riesen Fan der transmetropolitan-3-2Serie bin. Oft habe ich aber das Problem, dass ich von weiterführenden Bänden schnell gelangweilt bin, da die Abwechslung fehlt. Bei Transmetropolitan ist das aber anders. Eher das Gegenteil ist der Fall, ich kann gar nicht aufhören zu lesen. Spiders Geschichten sind einfach so abgedreht, dass ich zwischen Schmunzeln, schockiert sein und Tränen lachen ständig wechseln muss. In diesem Band geht es ums Ganze, denn der Präsident ist das Ziel seiner Kolumnen. Dazu muss Spider kluge Tricks anwenden und darf keine Fehler begehen, was die Sache um so spannender macht. Ich könnte jetzt ewig weiter schwärmen, aber eigentlich will ich nur eines sagen: Lest diesen Scheiß! Es lohnt sich!

Fazit:
Auch im dritten Sammelband ist Spider wieder in Höchstform. Noch nie zu vor musste er so bedacht und klug vorgehen und nie zuvor, war das Ziel so hoch. Lesen!

Transmetropolitan: Bd. 3: Lonely City

Preis inkl. MwSt (zzgl. Versand): EUR 29,99

5.0 von 5 Sternen (4 Kunden Reviews)

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“Die Toten” – Panini bringt eine Neuauflage

Die-Toten-CoverBisher war der Indi-Comic “Die Toten” eher ein Insidertipp unter Zombiefans und inzwischen ist es sehr schwierig an ein Exemplar vom Zwerchfell Verlag zu kommen. Das wird sich nun aber ändern. Der erste Die Toten-Band bei Panini erscheint im Juli, zum Comic Salon in Erlangen. Dieser wird dann den ersten original Band enthalten, eine Geschichte aus dem zweten Band und zwei komplett neue Stories.

Panini Comics baut damit sein Portfolio an deutschen Graphic Novels und Comics weiter aus. Panini schreibt dazu:

“Da wir alle hier auch Fans der Reihe sind und die Professionalität der Macher schätzen, mussten eigentlich nur noch Details geklärt werden, als die Anfrage kam. Dass wir mitmachen wollen, war sofort klar”, sagt Jo Löffler, Chefredakteur bei Panini Comics.

Ich weiß, das viele von euch sich damit etwas schwer tun, wenn Indi-Projekte zu großen Verlagen wechseln, aber nur so kann man sicher gehen, dass wirklich alle in den Genuss dieser Comics kommen. Immerhin wurde die Reihe so erfolgreich, das inzwischen kaum noch ein Band im Handel verfügbar ist und auf Comicbörsen teils unverschämte Preise verlangt werden. Ich sehe diese Entwicklung also durchaus positiv.

“Also haben wir haben den Schritt gewagt, einen der großen Verlage zu fragen, ob Interesse bestünde …”, erklärt Christopher Tauber und sieht bei Panini eine gute Heimat für die eigene Schöpfung: “Wir haben Die Toten zur Welt gebracht und in die KiTa geschickt … Bei Panini wird das Kind jetzt eingeschult und wir sind immer noch für die Hausaufgaben da. Mal sehen, welche Noten es nach Hause bringt.”

Ein Ausschnitt aus dem Comic:

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“Die Toten” wird ab Donnerstag  vom 19.06. – 22.06.2014 auf dem Comic Saldon Erlangen präsentiert. Laut Amazon ist der erste Band ab den 28.06. verfügbar:

Die Toten: Bd. 1

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3.8 von 5 Sternen (6 Kunden Reviews)

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Urban: Band 1. Die Spielregeln – Rezension

urban_coverDas Splitter inzwischen eine große, sehr gute Auswahl an postapokalyptischen und dystopischen Comics führt, dürfte inzwischen ja bekannt sein. Erfreulicher Weise wird diese Erfolgsstrategie weiter verfolgt und so wurde nun ein neue Reihe veröffentlicht: “Urban” . Wir haben uns den ersten Band “Die Spielregeln” angeschaut und sagen euch ob der Kauf lohnt.

Worum geht es in dem Comic?
Bei “Urban” handelt es sich um eine Dystopie wie sie im Buche steht. Die Menschheit arbeitet Tag und Nacht um das Überleben der eigenen Rasse zu sichern, für Spaß und vergnügen bleibt keine Zeit. Mit einer Ausnahme, der gigantischen Stadt “Myjoy”. Hierbei handelt es sich um einen riesigen Vergnügungskomplex, der nur ein Ziel verfolgt, der Mensch soll unterhalten werden. Kontrolliert wird diese völlig überdrehte Stadt von einem totalitärem System, das alle Einwohne, Mitarbeiter und Besucher auf Schritt und Tritt überwacht und dafür sorgt, das alles genau so läuft, wie das Regime es wünscht.
Zachary Buzz, der Protagonist der Serie, findet sich in dieser Stadt wieder, nachdem er seinen elterlichen Bauernhof verlassen hat. Sein größter Wunsch ist es den Urban Interceptors beizutreten. Dabei handelt es sich um eine spezielle Polizei-Truppe, die sich auf besonders schwere und spektakuläre Fälle spezialisiert hat. In diesem ersten Band lernt Zachary wie das Leben in Myjoy abläuft, was es mit dieser Spezialeinheit auf sich hat und wie kompliziert so ein System sein kann…

Mein Eindruck:
Dystopien gibt es inzwischen wie Sand am Meer und man muss sich wirklich etwas einfallen lassen um den Leser in einer solchen Zukunftsvision noch fesseln zu können. Zum einen braucht es eine glaubhafte, düstere Welt und auf der anderen Seite steht und fällt die Geschichte mit ihren Charakteren. “Urban” schaft es mit genau diesen Attributen zu überzeugen. Die Welt, diese riesige Vergnügungsstadt Myjoy ist so spannend dargestellt und lässt sich am Besten als Mix aus Blade Runner und Transmetropolitan beschreiben. Es gibt allein in den sehr gut gemachten Zeichnungen so viele Details zu entdecken, das man selbst beim dritten Durchblättern immer wieder was Neues entdeckt. Die Farben sind dabei in atmosphärischen Braun- und Grautönen gehalten, was wirklich stimmungsvoll wirkt.

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Unser Hauptprotagonist ist in “Urban” mal kein runtergekommener Ex-Cop, wie in so vielen anderen Geschichten, sonder das was wir am besten als unbeholfenen Bauerntölpel beschreiben würden. Seine überforderte, naive, aber immer doch gut gemeinte Art macht ihn sehr liebenswert und es ist amüsant zu sehen, wie er in seiner neuen Umgebung klar kommt. Oder auch nicht, wenn er mal wieder völlig überfordert ist und in irgendwelche Fettnäpfen tritt. Aus ihm könnt ein richtiger Antiheld werden.
Was mich allerdings etwas verwirrt hat ist ein Element in diesem Comic, das ich noch nicht ganz zuordnen kann. Unser Hauptcharakter hat einen Fernsehheld aus seiner Kindheit, mit dem er immer wieder Selbstgespräche führt. Allerdings scheint es diese Person in Myjoy auch wirklich zu geben. Oder auch nicht. So genau verstanden habe ich das nicht, aber ich denke, es wird sich mit den nächste Episoden aufklären. Wichtig ist aber, dass “Urban” wirklich Spaß macht und ich mich auch die Fortsetzung sehr freue.

Fazit:
“Urban” ist der Auftakt einer düsteren, dysoptischen Reihe, die das potential hat eine ganz große, spannende Geschichte zu erzählen. Ich bin mehr als gespannt auf den zweiten Teil!

Urban: Band 1. Die Spielregeln

Preis inkl. MwSt (zzgl. Versand): EUR 13,80

5.0 von 5 Sternen (2 Kunden Reviews)

67 Neu & Gebraucht ab EUR 10,99

Transmetropolitan, Bd. 2: Der neue Abschaum – Rezension / Kritik

Transmetropolitan_Band_2Im Bereich Cyberpunk gibt es zumindest für mich nicht viel brauchbares Material. Ein paar wenige Filme, einige lesenswerte Bücher und eine Handvoll Comics, die brauchbar sind. Zur absoluten Cyberpunk-Elite zähle ich aber die TRANSMETROPOLITAN Reihe, neu erschienen beim Panini-Verlag. Nachdem ich vom ersten Band bereits völlig begeistert war, liegt nun der zweite Sammelband in den Händlerregalen und wartet darauf gelesen zu werden. Aber können die neuen Geschichten an den Kultstatus der ersten Episoden heran reichen?

Worum geht es in dem Comic?
Der Sammelband “TRANSMETROPOLITAN 2: DER NEUE ABSCHAUM” enthält die original Storys 13 – 24, in dem es um die Präsidentschaftswahlen geht. Der inzwischen wieder zu Ruhm erlangte Starkolumnist Spider Jerusalem bekommt von seinem Arbeitgeber den Auftrag darüber zu berichten. Wer Spider kennt, weiß also was passieren wird. Er wird beide Kandidaten genauestens unter die Lupe nehmen, auf seine ganz eigene Art und Weise interviewen und versuchen so viel Dreck wie möglich aufzuwühlen. Zusammen mit seiner neuen Assistentin und einem Koffer voller Drogen macht er sich ans Werk und deckt erschütternde Dinge auf, die ihn fast um den Verstand bringen.

Meine Meinung:
In “DER NEUE ABSCHAUM” stehen die Wahlen im Vordergrund und es ist mal wieder mehr als amüsant zu lesen, wie Spider darüber berichtet, sich aufregt, sich reinsteigert und immer wieder eskaliert. Der ganz normale Spider-Wahnsinn also. Ich hatte zu erst die Befürchtung, das genau dies auf Dauer etwas langweilig, oder zumindest eintönig werden könnte, aber da lag ich falsch. TRANSMETROPOLITAN schafft es einmal mehr mich als Leser völlig in eine abgedrehte Cyberpunk-Geschichte eintauchen zu lassen. Die Welt ist so phantasievoll und abstrakt gezeichnet, dass ich oft einfach nur die Bilder anschaue und die Umwelt, gespickt mit einer Menge an Details, betrachte und immer tiefer darin versinke. Die eigentliche Story rund um den Wahlkampf und Spiders Kolumne ist wieder einmal sehr abwechlungsreich erzählt, auch wenn sich an die Vorgehensweise bei seiner Recherchearbeit sich nichts ändert. Wie gewohnt geht der Protagonist schonungslos, kompromisslos und mit einem Kopf voller illegaler Substanzen vor. Wie immer nimmt er kein Blatt vor dem Mund und wie immer schockiert er wo er nur kann. Aber genau das erwarte ich von TRANSMETROPOLITAN. Einen Spider Jerusalem der sich selbst treu bleibt.
Ich habe diesen Band zum Zeitpunkt unserer Bundestagswahlen gelesen und habe mir dabei oft gewünscht, das es einen solchen Journalisten wirklich geben sollte.

Fazit:
“TRANSMETROPOLITAN 2: DER NEUE ABSCHAUM” ist eine kompromisslose, grandiose Fortsetzung des ersten Sammelbands. Das Thema Präsidentschaftswahlen wird mit einer beispiellosen Sozialkritik erzählt und Spider muss man als Cyberpunker sowieso lieben.

Transmetropolitan: Bd. 2: Der neue Abschaum

Preis inkl. MwSt (zzgl. Versand): EUR 29,99

(0 Kunden Reviews)

57 Neu & Gebraucht ab EUR 19,99

Transmetropolitan, Bd. 1: Schöne neue Welt – Rezension / Kritik

TransmetropolitanEigentlich war mir Transmetropolitan schon immer ein Begriff. Ich wusste dass es ein Cyberpunk-Comic ist und ich wusste dass so ein Typ mit einer zweifarbigen Brille die Hauptrolle spielt. Aber ehrlich gesagt war mein Wissensstand über diese hochgelobte Reihe damit auch schon ausgebeutet. Als ich beim Panini-Verlag dann über diese Reihe gestolpert bin war meine Neugierde aber gleich wieder geweckt und ich musste dies Ausgabe Bd. 1: Schöne neue Welt unbedingt in meinen Händen halten. Doch wird die doch schon in die Jahre gekommene Reihe in dieser Neuauflage dem Kultstatus gerecht? Schauen wir mal…

Worum geht es in dem Comic?
In Transmetropolitan  geht es um den exzentrischen Journalisten Spider Jerusalem. Er ist ein berühmter Autor und lebt nach einem Bestseller zurückgezogen auf einem Berg, umgeben von fast unberührter Natur. Doch ein Vertrag mit seinem Verleger zwingt ihn dazu weitere Bücher zu schreiben und so muss er wieder in die “Große Stadt” zurück kehren um sich inspirieren zu lassen. Er findet auch sofort einen Job bei einer großen Zeitung und startet dort die Kolumne “Ich hasse diese Stadt” und schreibt provozierende Artikel, die die Missstände in der riesigen Stadt aufzuzeigen.
Dabei macht er sich aber eine Menge Feinde und schon bald muss er um sein Leben fürchten. Aber Spider Jerusalem hat seine ganz eigene Art damit umzugehen…

Meine Meinung:
Als ich diesen ersten Band von Panini in den Händen hielt war ich schon allein wegen des Umfangs beeindruckt. Er umfasst ca. 250 Hochglanzseiten, ist in einem schicken Hardcover verpackt und enthält die US-Hefte Transmetropolitan 1-12. Es gibt also eine Menge Stoff zu lesen und das macht eine Menge Spaß!
Spider Jerusalem ist ein Anti-Held der in einer völlig kaputten Cyberpunk-Welt lebt. Er raucht, nimmt Drogen, ist ausschweifend exzentrisch, unberechenbar und hat ein enormes Wissen über die Vorgänge und politischen Zusammenhänge in der gigantischen Stadt. Der Titel seiner Kolumne “Ich hasse diese Stadt” beschreibt auch sehr gut seinen Umgang mit der Gesellschaft. Er ist respektlos, rachsüchtig, aber auf der anderen Seite auch wieder sehr bemüht bestehende Missstände aufzudecken und so den Menschen die Augen zu öffnen.
Ebenso faszinierend ist die Welt in der er lebt. Angesiedelt irgendwo im 23. Jahrhundert schlägt er sich mit einer hoch technisierten, gesellschaftlich aber völlig zerfallenen Menschheit herum. Er ist schwer zu sagen was spannender ist. Der Charakter Spider oder die Zukunft in der er lebt. Im Prinzip ist es aber das Zusammenspiel dessen. Stellt euch einen kaputten Typen, der in einer noch kaputteren Stadt lebt und versucht auf eine noch viel kaputtere Art und Weise die Welt zu verbessern vor. Das ist Transmetropolitan.
Erzählt wird das Ganze mit einer großen Portion schwarzem Humor und allein die Gestiken und Mimiken von  Spider Jerusalem treiben einem die Tränen vor Lachen ins Gesicht. Allerdings ist der Mix aus Gewalt und Fäkalhumor auch nur etwas für Hartgesottene. Wer sich aber auf diese kranke Welt einlässt und einen Sinn für Cyberpunkt hat wird Transmetropolitan lieben.

Fazit:
Transmetropolitan hat den Kultstatus unter den Cyberpunk-Comics mehr als verdient. Eine kranke Zukunftsvision mit einem durchgedrehten Enthüllungsreporter im Mittelpunkt. Das Ganze dann auch noch visuell grandios Umgesetzt. So wünsche ich mir das!

Hier geht es zur Leseprobe!

Transmetropolitan, Bd. 1: Schöne neue Welt

Preis inkl. MwSt (zzgl. Versand): EUR 29,95

5.0 von 5 Sternen (2 Kunden Reviews)

64 Neu & Gebraucht ab EUR 22,40