Der Engel Teil 3 – Kritik / Rezension

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Nachdem wir euch vor etwas mehr als einem Jahr Tomppa’s Comic-Reihe Der Engel (THENEXTART Verlag) vorgestellt haben, konnten wir es kaum erwarten die Fortsetzung in den Händen zu halten. Nun war es endlich soweit, doch kann der “Der Engel: Teil 3″ genau so überzeugen, wie seine Vorgänger?

 

Worum geht es in dem Comic?
Nach wie vor versuchen die Nazis ihr neues “Germania” in Berlin zu erschaffen und setzten dafür den nächsten Schritt ihres Masterplans in die Tat um. Dieses mal wollen sie eine Anti-Gewalt-Demo stürmen und machen sich mit Knüppeln bewaffnet auf den Weg. Der Engel ahnt, das so etwas passieren wird und schreitet ein. Doch dabei widerfährt ihm ein harter Schicksalsschlag…

Mein Eindruck:
Da mich die Geschichte um den dunklen Rächer in Deutschland schon damals sehr in den Bann gezogen hat, hatte ich relativ hohe Erwartungen an die Fortsetzung und muss schlussendlich sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Der Zeichenstil ist genau wie bei den Vorgängern noch immer zum Teil eher skizzenhaft und arbeitet mit einzelnen Farbhervorhebungen, aber genau dadruch erschafft “Der Engel 3″ wieder diese tolle, dunkle und beklemmende Atmosphäre. Und da das Thema Fremdenhass in unserer heutigen, ach so modernen Gesellschaft, noch immer top aktuell ist, kann man sich noch besser in den Comic hinein versetzen.
Zugegeben, dieser Band ist auch wieder relativ dünn und es passiert storymäßig sehr wenig, aber das was passiert ist erstklassig erzählt und gezeichnet. Vielleicht gibt es, nach Abschluss aller Bände, ja mal einen Sammelband aller bisher erschienen Werke, damit man mal mehr als 10 Minuten Lesegenuss hat. Ich würde mich freuen!

Fazit:
Eine kurze, aber toll gemachte Fortsetzung. Der Engel #3 sollte in keiner Endzeitcomic-Sammlung fehlen.

Hier zu kaufen:

Der Engel: Teil 3

Preis inkl. MwSt (zzgl. Versand): EUR 5,00

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2 Neu & Gebraucht ab EUR 5,00

Die ganze Welt der Endzeit-Comics im Comicgate-Magazin 7!

Vorläufiges Cover von Comicgate-Magazin 7

Wir haben es bereits angekündigt und nun ist es endlich verfügbar: Das Comicgate-Magazin 7! Die diesjährige Ausgabe trägt den Titel “Wenn die Welt untergeht – die Comics und das Ende” und hält auch was es verspricht. Neben aktuellen Endzeit-Entwicklungen in der Comicwelt gibt es auch eine Menge Infos über die Entstehung des postapokalyptischen Genres, eine gute Übersicht einiger Endzeit-Comics und auch ein paar coole Kurz-Comicss passend zum Thema:

Comicgate-Magazin 7

INHALT

  • The Walking Dead und Y: The Last Man im Vergleich (Marc-Oliver Frisch)
  • Apokalypsen in Superheldencomics (Björn Wederhake)
  • Untergänge von Comicverlagen (Andreas Völlinger, Björn Wederhake)
  • Wasteland: Interview mit Autor Antony Johnston (Frauke Pfeiffer)
  • Die Komplexität von Akira (Michel Decomain)
  • Look der Apokalypse: Wie wird die Endzeit in Comics dargestellt? (Thomas Kögel)
  • Endzeiten in den britischen Comicmagazinen der 1980er Jahre (Daniel Wüllner)
  • Endzeit: ein neuer Comic der deutschen Zeichnerin und Ehapa-Comic-Stipendiatin Olivia Vieweg, die wir interviewt haben (Andreas Völlinger)

Hier findet ihr eine Leseprobe. Bestellen könnt ihr direkt bei Comicgate, in eurem Fachhandel vor Ort oder bei Amazon!

Hades-Syndrom Teil 5 – Gegenschlag – Kritik / Rezension

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Vor ziemlich genau einem Jahr haben wir euch die Teile 1-4 von Michael Feldmanns Endzeitreihe Hades-Syndrom vorgestellt und schon damals haben wir die vom THENEXTART Verlag veröffentlichte Reihe als richtigen Geheimtipp für Endzeitfans bezeichnet. Darum waren wir auch verdammt gespannt auf die Fortsetzung, die wir nun endlich in den Händen halten!

 

Worum geht es in dem Comic?
Teil 5 – Gegenschlag schließt nahtlos an das Ende des Vorgängers an. Die beiden Hauptprotagonisten Dodo und Nuke sind dem totalitären Regime in die Falle gegangen und befinden sich nun auf der Flucht. Während sie sich durch Abwasserkanäle kämpfen holen ihre neuen Mitstreiter schon zum Gegenschlag aus. Müller II zeigt dabei ihre sadistische Ader, als sie ein geheimes Regierungsprogramm zur Kontrolle der eingesetzten Soldaten für ihre eigenen Zwecke missbraucht. Die Flucht spitzt sich dabei immer weiter zu, bis Dodo schließlich an der Schwelle des Todes angelangt ist…

Mein Eindruck:
In den vorangegangenen Teilen konnte man deutlich die Entwicklung Michael Feldmanns vom einfachen Comic-Pinseler zum richtigen Comic-Artist beobachten. Während Teil 1 noch etwas unbeholfen wirkte, war man beim vierten Teil bei einem richtig gut gemachten, erwachsenen Comic angelangt.  Feldmann scheint sich inzwischen gefunden zu haben, denn der neuste Teil “Gegenschlag” ist auf genau diesem hohen Niveau geblieben. Sowohl vom Zeichenstil als auch von der Erzählweise.
In diesem neusten Werk steht aber ganz klar die Action im Vordergrund. Die Flucht vor den Soldaten wird sehr mitreißend dargestellt und ich habe das Gefühl, dass dieser neuste Teil noch eine Spur härter als seine Vorgänger ist. Teilweise geht es schon ins Splatter über, aber nie so, dass es stark überzogen wirkt. Das Hades-Syndrom ist einfach ein Comic für Erwachsene und das ist auch gut so! Die “Endzeit” und die damit verbundenen Abgründe der menschlichen Seele werden schonungslos zur Schau gestellt und es ist einfach super spannend, zu erfahren wie es mit unseren beiden Hauptprotagonisten Dodo und Nuke weiter geht. Ich kann Teil 6 kaum erwarten!
Eine Sache noch: Im Gegensatz zu vielen anderen Comics ist das “Hades-Syndrom” vergleichsweise günstig. Mit im Schnitt nur 5 EUR pro Band können auch Comiceinsteiger mal einen Blick riskieren.

Fazit:
Hades-Syndrom Teil 5 – Gegenschlag ist eine überaus gelungene Fortsetzung einer ohnehin schon fantastischen Comicreihe. Ich kann mich nur wiederholen: Endzeitliebhaber müssen zugreifen!

Hades-Syndrom: Teil 5: Gegenschlag

Preis inkl. MwSt (zzgl. Versand): EUR 5,00

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Gipsy: Der Stern des Zigeuners – Rezension / Kritik

Gipsy: Band 1 - Der Stern des Zigeuners

Der Splitter-Verlag ruft bekanntlich französische Comics für uns Deutsche zurück ins Leben, was gerade den Leuten zu Gute kommt, die in der Comicwelt nicht ganz so bewandert sind und denen sonst viele gute Geschichten entgangen wären. Und  so ist es auch bei der Gipsy-Reihe, die in Frankreich bereits 1992 erschienen ist.  Darum schauen wir uns heute den ersten Teil der Neuauflage  “Der Stern des Zigeuners” mal etwas genauer an:

Gipsy: Band 1 - Der Stern des Zigeuners

Worum geht es in dem Comic?
In nicht all zu ferner Zukunft gibt es ein riesiges Ozonloch über der Erde und das Klima, wie wir es kennen, ist zusammen gebrochen. Die Nordhalbkugel ist durch eine neue Eiszeit fast unbewohnbar geworden und in den restlichen Regionen wird die Bevölkerung durch Hautkrebs dahin gerafft. Um die Umwelt nicht mehr so stark zu belasten hat man den Flugverkehr fast komplett eingestellt und anstelle dessen eine großen, den Erdball umspannende Autobahn  gebaut. Diese ist die Heimat des Zigeuners und Lastwagenfahrers Tsagoi, der nach Jahren seine Schwester Oblivia wieder sieht und sie mit auf die Straße nimmt. Dabei muss sie aber feststellen, das Tsagoi ein knallharter Hund ist und nur an sich uns seine Aufträge denkt…

Mein Eindruck:
Als ich “Der Stern des Zigeuners” durch hatte und zugeklappt habe, dachte ich nur “Wow…” und habe gar nicht bemerkt, wie die Zeit verfolgen ist. Die Gipsy-Reihe fängt mit diesem Band sehr actionreich an und hält durchgehend dieses schnelle und spannende Leseniveau. Die Dialoge sind kurz, schaffen es aber trotzdem eine gute und auch recht große Geschichte entstehen zu lassen. Und genau so sind auch die Zeichnungen: Sie sind auf der einen Seite sehr detailreich und laden zum langen Betrachten ein, allerdings passiert immer so viel Action, dass man automatisch schnell ließt und schaut.
Zu Anfang ist der Lesefluss etwas befremdlich, da der Hauptprotagonist Tsagoi oft in der dritten Person von sich spricht und Flüche von sich lässt, die selbst ich noch nicht kannte und seine Schwester Oblivia ihn in der Sie-Form anspricht. Aber hat man sich erst einmal an diese Marotten, die ja storytechnisch auch durchaus Sinn machen, gewöhnt wird man mit einem tollen Road-Abenteuer belohnt, bei dem man öfters mal an das LKW-Rennen aus MadMax 2 denken muss. Nur halt nicht in der Wüste, sondern im Polareis. Ob aber so eine Autobahn, quer über die Welt, mit riesigen LKWs unser Klima retten kann sei mal dahin gestellt. Aber hier gilt das selbe wie in  den meisten Action-Filmen. Nicht nachdenken, sondern genießen!

Fazit:
Gipsy – Der Stern des Zigeuners ist der gelungene Auftakt zu einem actionreichen Roadtrip in einer postapokalyptischen Welt.

Hier zu kaufen:

Gipsy: Band 1. Der Stern des Zigeuners

Preis inkl. MwSt (zzgl. Versand): EUR 14,80

3.0 von 5 Sternen (4 Kunden Reviews)

70 Neu & Gebraucht ab EUR 4,99

Vielen Dank an den Splitter-Verlag für die tolle Unterstützung!

Der Incal 01. Der schwarze Incal – Rezension / Kritik

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Jean Giraud alias Moebius hat in den 80ern gemeinsam mit dem SciFi-Autor Jodorowsky eine schon fast legendäre Comic-Reihe erschaffen. Den Incal-Zyklus. Aufgrund des Alters ist dieser Comic in der jüngeren Generationen aber kaum bekannt, darum möchte ich euch heute den ersten Teil “Der schwarze Incal” vorstellen:

Worum geht es in dem Comic?
John Difool ist Privatdetektiv in einer dystopischen Zukunfts-Stadt, regiert durch einen Präsidenten, der immer wieder aufs Neue geklont wird. Durch mehr oder weniger unglücklichen Zufällen stößt er zusammen mit seinem federlosen Vogel Dipo auf den Incal, ein pyramaidenartiges Wesen unbekannter Herkunft. Um dieses mächtige Lebewesen (?) entbricht ein regelrechter Kampf und der Detektiv steht auf einmal zwischen den Fronten der Regierung und einigen außerirdischen Rassen. Alle wollen den Incal besitzen, was John Difool nicht nachvollziehen kann. Da aber alle auf der Jagd nach diesem kleinen Ding sind, muss es wohl wichtig sein, darum beschützt er es mit seinem Leben und gerät dadurch in einen Strudel aus Geheimnissen und Intrigen. Dabei dringt er immer tiefer in die entsetzlichen Wahrheiten der hochtechnisierten Welt ein…

Mein Eindruck:
Ich muss wirklich sagen, dass “Der Incal” ganz anders als die üblichen, modernen Comicbücher ist. Das fängt schon mit den Zeichnungen an. Während wir in vielen Comics schon fast computerartige Grafiken sehen, wird hier ein richtiger Retro-Look zurück ins Leben gerufen. Die Zeichnungen erinnern mich irgendwie an die alten Tim und Struppi Bücher, sind dabei aber deutlich detailreicher. In den einzelnen Bildern passiert sehr viel und es gibt so viel zu entdecken, dass man öfters genau hinschauen muss. Für “Der schwarze Incal” habe ich sowieso relativ lange gebraucht, bis ich diesen ersten Band durch hatte. Das lag aber nicht nur an den Zeichnungen, sondern auch viel mehr an der hektischen, man muss schon fast sagen, fantastischen Story. Fantastisch aber im Sinne von großartig UND abgedreht. Immer wenn man dachte, man würde erahnen wie die Geschichte weiter geht, ist etwas Unerwartetes passiert oder eine neue Partei trat in Erscheinung. Der Lesefluss ist sehr flüssig und die Gespräche sind auch leicht verständlich, aber hin und wieder musste ich einen Teil noch einmal lesen, weil ich wieder bei irgend einem komischen Ereignis nicht ganz mitgekommen bin. Aber genau das macht diesen Retro-Charme aus und ich bin dem Splitter Verlag dankbar, diesen Comic-Band für uns wiederbelebt zu haben. Wer also auf SciFi mit einem Retro-Touch steht, sollte sich “Der Incal” unbedingt mal anschauen.

Fazit:
“Der Incal” ist ganz große Retro-SciFi, angesiedelt in einer dystopischen Welt voller Geheimnisse. Spannend und lesenswert!

Hier zu kaufen:

Incal, Der: Band 1. Der schwarze Incal

Preis inkl. MwSt (zzgl. Versand): EUR 15,80

5.0 von 5 Sternen (7 Kunden Reviews)

86 Neu & Gebraucht ab EUR 6,64

Vielen Dank an den Splitter Verlag für die freundliche Unterstützung!