Transmetropolitan Bd. 3: Lonely City – Rezension / Kritik

TransmetropolitanSpider is back. Aber so richtig. Und er tritt wieder Ärsche. Aber können die Geschichten rund um den Ausnahmejournalisten auch im dritten Band Transmetropolitan Bd. 3: Lonely City noch fesseln?

Worum geht in diesem Band?
Wenig überraschend, Spider tut genau das, was er am besten kann. Enthüllung-Storys schreiben, Ärsche treten und dabei versuchen das System zu stürzen. Zu Anfang hängt er in einer tiefen Depression fest, die ihn fast paralysiert. Doch dann kommt etwas, was seine vollständige Aufmerksamkeit auf sich zieht und ihn wieder wach rüttelt: Die staatliche Zensur. So etwas kann Spider nicht durchgehen lassen und darum macht er sich auf um mehr als nur einen Arsch zu treten. Sein Ziel: Das System, mitsamt seinem Präsidenten stürzen…

Mein Eindruck:
Eigentlich muss ich zu Transmetropolitan gar nicht mehr so viel sagen. Inzwischen dürfte bekannt sein, dass ich seit dem ersten Band ein riesen Fan der transmetropolitan-3-2Serie bin. Oft habe ich aber das Problem, dass ich von weiterführenden Bänden schnell gelangweilt bin, da die Abwechslung fehlt. Bei Transmetropolitan ist das aber anders. Eher das Gegenteil ist der Fall, ich kann gar nicht aufhören zu lesen. Spiders Geschichten sind einfach so abgedreht, dass ich zwischen Schmunzeln, schockiert sein und Tränen lachen ständig wechseln muss. In diesem Band geht es ums Ganze, denn der Präsident ist das Ziel seiner Kolumnen. Dazu muss Spider kluge Tricks anwenden und darf keine Fehler begehen, was die Sache um so spannender macht. Ich könnte jetzt ewig weiter schwärmen, aber eigentlich will ich nur eines sagen: Lest diesen Scheiß! Es lohnt sich!

Fazit:
Auch im dritten Sammelband ist Spider wieder in Höchstform. Noch nie zu vor musste er so bedacht und klug vorgehen und nie zuvor, war das Ziel so hoch. Lesen!

Transmetropolitan: Bd. 3: Lonely City

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5.0 von 5 Sternen (4 Kunden Reviews)

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The Walking Dead – eine enttäuschende 4. Staffel!

Ich bin mir sicher, dass vielen Fans schon bei der Überschrift dieses Postings die Hutschnur hochgeht, aber die vierte Staffel meiner (Ex-) Lieblingsserie war einfach nur enttäuschend. Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich bereits die technische Umsetzung, um genau zu sein die Synchronisation kritisiert. Ich erntete dafür Spott und Häme in einigen Kommentaren, aber ich stehe nach wie vor dazu. In einigen Episoden war die deutsche Syncro so verdammt schlecht, dass ich schon fast abschalten wollte. Aber gut, ich möchte hier nicht auf die Technik rumreiten, denn bei The Walking Dead geht es um viel mehr, die Geschichte.

Eigentlich bin ich ein großer Fan des Franchises, habe alle Comics, lese die Bücher und besitze sogar dieses merkwürdige Brettspiel. Alles in allem finde ich die Geschichte rund um Rick und seinen Sohn Carl sehr interessant und spannend, nur leider nicht in der TV-Serie. Die ersten beiden Staffel fand ich großartig, die dritte war mir schon zu sehr in die Länge gezogen, aber die aktuelle, vierte Staffel hat die Erzählweise einfach auf die Spitze getrieben. Die Story wurde so verdammt langsam und zäh erzählt, als wollten die Autoren jedes noch so unspektakuläre Ereignis ausschlachten um die Serie in ihrer Gesamtheit unendlich in die Länge zu ziehen. Selbstverständlich ist The Walking Dead eine Serie in der die Charaktere und deren Entwicklung bzw. Beziehungen im Fokus stehen. Das ist auch gut so, aber inzwischen wissen wir, dass man so etwas deutlich spannender gestallten kann. Breaking Bad, The Shield und ähnliche zeigen, wie man Charaktere in den Fokus stellt, wie man seine Zuschauer mitfiebern lässt. The Walking Dead versucht genau dies aufzugreifen, zieht sich dabei aber inzwischen wie ein zäher Kaugummi hin, der an Langeweile kaum zu übertreffen ist.

Lediglich das Staffelfinale gibt wieder etwas Grund zur Hoffnung. Die duale Erzählweise in den zwei Zeitlinien hat Abwechslung in die Episode gebracht und so für eine deutlich schnellere, dynamische Storyline gesorgt. Ricks Entwicklung wurde auf den Punkt gebracht, ohne sie noch einmal auf fünf weitere Episoden auszudehnen. Und es ist endlich mal was passiert. Die Gruppe ist wieder zusammen, zumindest mehr oder weniger, Terminus wurde erreicht und Rick wird wieder der Anführer, der wirklich alles tut um seinen Sohn zu schützen. So will ich jede Folge The Walking Dead erleben. Die Handlung soll einfach etwas zügiger voran kommen und durch geschickte Elemente wie solche Rückblicke ist es so trotzdem möglich Tiefe in die Serie zu bringen. Allerdings fehlt auch hier wieder die Überraschung. Es ist einfach zu Offensichtlich was Terminus ist und was für Menschen dort leben. Das war es schon als Glenn dort ankam.

Leider rettet aber eine einzige gute Episode keine komplette Staffel und so muss ich ehrlich zugeben, dass mich die vierte Staffel dermaßen gelangweilt hat, das The Walking Dead längst nicht mehr den Stellenwert bei mir hat, wie es noch vor gut einem halben Jahr hatte. Klar sprengte die aktuelle Staffel mal wieder alle Einschaltquoten, aber das liegt meiner Meinung nur daran, dass AMC (und in Deutschland FOX) alles daran setzten den Hype um die Serie künstlich am Leben zu erhalten. Egal wo oder was man liest und sieht, früher oder später stößt man immer auf The Walking Dead. Das Werbebudget ist unfassbar hoch, aber ich würde mir wünschen, dass dieses Geld eher in bessere Autoren und eine bessere deutsche Syncro gesteckt wird.

Ich bin gespannt wie es weitergeht… und wenn sich nichts ändert, ob die Serie über kurz oder lang untergeht.

The Walking Dead – geht der Serie die Luft aus?

Ich bin ein großer The Walking Dead – Fan, habe alle Comics, spiele die Spiele und sitze natürlich auch jeden Montag pünktlich vor dem Fernseher um mir die neusete Folge der TV-Serie anzuschauen. Für mich war TWD immer einer der besten Serien die es gibt und ich konnte gar nicht erwarten bis die nächste Folge anlief. Nachdem wir nun wieder eine längere Staffelpause hinter uns haben, ging es am Montag mit der zweiten Hälfte der vierten Staffel weiter und natürlich hat diese Folge wieder alle Rekorde gebrochen. 220.000 Zuschauer haben auf dem deutschen Pay-TV-Sender Fox geschaut (Quelle).
Ich muss aber sagen, dass ich mal wieder mehr als enttäuscht war. Zum einen empfand ich die deutsche Synchronisation überdurchschnittlich schlecht. Was ist mit Carls Stimme passiert? Und die Personen mit denen sich Michonne in ihrem Traum unterhalten hat? Die Synchro hörte sich wie in einem schlechten B-Movie an. In Zeiten in denen wir von Breaking Bad, Supernatural oder American Horror Story soundtechnisch regelrecht verwöhnt wurden viel dies nun besonders auf und machte die ganze Folge irgendwie lächerlich. Und dieser jämmerliche Versuch eine Charakterentwicklung und emotionale Tiefe mit Carl zu erzeugen ist meines Erachtens auch ziemlich nach hinten losgegangen. Die Handlung war zwar nachvollziehbar, aber völlig lustlos gespielt. Letzten Endes fanden wir die Folge so langweilig, dass wir anfingen uns über komplett andere Dinge zu unterhalten. Diese Schwäche hat aber die komplette vierte Staffel. Bis auf zwei Folgen habe ich mich wirklich gelangweilt. Da lese ich lieber die Comics und erfreue mich an die deutlich schnellere Erzählweise.

Ich hoffe mal, das wird sich in den nächsten Folgen wieder bessern. Vor allem die deutsche Synchronisation muss echt nachlegen, ansonsten denke ich dass die Serie nur noch von diesem künstlich geschaffenen Hype am leben gehalten wird und AMC immer mehr in Geld in Werbung stecken muss um diesen auf einem hohen Level zu halten. Geld, dass dann natürlich der Serie fehlt, wie man jetzt bereits merkt. Warten wir’s ab…

Die Stadt der Blinden – was für ein langweiliger (Mist-)Film!

Nachdem ich  in den Kommentaren und auf Facebook immer wieder gesagt bekommen habe, ich müsse mir mal den Endzeitfilm Die Stadt der Blinden anschauen, habe ich das getan. Jedenfalls fast, denn nach der Hälfte musste ich einfach ausschalten. Mir wurde gesagt der Film würde mich regelrecht erschüttern und das hat er wirklich. Aber nur weil ich von der Unlogik der Handlung dermaßen überrascht und erstaunt war, das ich wirklich ausschalten musste.

Im Netz häufen sich  die Lobpreisungen (z.b. hier oder hier) zum Film, aber ich kann deren Argumente nicht nachvollziehen. Klar, die Schauspieler machen ihren Job gut und auch die visuellen Mittel überzeugen, aber die Handlung ist einfach nur Schrott. In dem Film werden Infizierte (also Blinde) einfach in Lager gesteckt und sich selbst überlassen. Keine medizinische Hilfe wird geleistet, nicht einmal Forschung wird an den Erstinfizierten betrieben. Der Film dreht sich nur um die aufkommende Anarchie innerhalb dieser Lager bzw. eines Lagers, was aber auch durch unglaublich viele Logikfehler kaputt gemacht wird. Da taucht dann mitten im Lager auf einmal eine eingeschmuggelte Waffe auf, einer ernennt sich zum König, einige Insassen laufen auf einmal nackt rum und die es wird überall hingekackt. Man kann es kaum in Worte fassen, so undurchdacht ist das Ganze.

Eigentlich wollte ich gar nichts zu dem Streifen schreiben, aber da er so angepriesen wird musste ich meinem Unmut darüber einfach mal Luft machen.

Fazit:
Nicht kaufen! Und die Buchvorlage wohl auch besser nicht lesen!

Die Stadt der Blinden

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Frostzeit / Jan-Tobias Kitzel – Rezension

SAM_0295Frostzeit – Rezension

Rezensent: Dirk Wendt

Kurze Inhaltsübersicht:

Frostzeit ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, die auf die Welt eingehen, wie sie nach dem Roman Froststurm von J.T. Kitzel entstanden ist. All Erzählungen spielen während der Eiszeit.

Die Geschichte »Als der Winter kam« handelt von einer Familie, die dem Leser aus dem Roman Froststurm bekannt sein dürfte. Dennis, Sandra und Niklas. Die Personengruppe, bei der die drei Jugendlichen für eine Nacht auf dem Weg nach Eckernförde Unterschlupf fanden. Sie erzählt, warum die Familie im Bunker lebt und was nach dem Besuch der Teenager passiert.

Die zweite Geschichte trägt den Titel »Afrika«. Britta ist mit ihrer Tochter Melinda auf dem Weg nach Süden, nach Afrika. Dort soll es Hilfe für Flüchtlinge geben und die Eiszeit dringt wahrscheinlich nicht bis dahin vor. Schaffen beide den Weg? Was erleben Mutter und Kind?

»Überlebenswert« ist der Name der dritten Kurzgeschichte. Robert lebt alleine in einem Museum. Eigentlich wollten er und seine Frau Richtung Süden fliehen, doch sie wurde vom Nachbarn erschossen. Daher entschied er sich, in der Stadt zu bleiben und anderen Personen zu helfen.  Um zu helfen muss er vorher noch etwas erledigen.

Die vorletzte Geschichte mit dem Titel »Zittern« handelt erneut von Melinda. Auf dem Weg nach Afrika ist Britta krank geworden. Das kleine Mädchen erlebt in einer Welt, die ohne Menschlichkeit zu sein scheint zwei Menschen, die ihr zur Seite stehen und sich um sie und ihre Mutter kümmern.

»Neu.Beginn« ist die letzte der fünf Kurzgeschichten. Sie ist auch die Kürzeste. Marc weiß, er wird sterben, doch wenn, dann möchte er es da, wo er sich wohlfühlt. Zur gleichen Zeit entscheidet sich Pia, eine der drei Jugendlichen aus Froststurm, einen Schritt in die Zukunft zu machen, an ihrer Seite ist Sebastian, der SEKler, mit dem sie aus Eckernförde floh.

Meinung:

Es brauchte nur die erste Geschichte, um zu wissen, dass diese Kurzgeschichtensammlung von mir eine positive Rezension bekommt. Wie auch in Froststurm ist der Stil klar und das Buch liest sich schnell weg. J.T. Kitzel hat hier fortgesetzt, was er in seinem Roman begann. Die Umwelt wird sachlich dargestellt, das Schicksal der Protagonisten ist meines Erachtens nach realistisch beschrieben. Kitzel zeigt, wie sich die Gesellschaft verändert. Selbst auf ein kleines Mädchen wird keine Rücksicht genommen und es wird überfallen. Und was tun Eltern nicht alles, um ihre Kinder zu schützen? Meiner Meinung nach sind die Geschichten »grausam«. Grausam gut, denn sie spiegeln eine mögliche Gesellschaft wider. Ich finde es schade, nicht mehr lesen zu können. Gerne möchte ich wissen, wie es mit Melinda und ihrer Mutter weitergeht oder ob Robert jemanden helfen kann.

Fazit:

Auch hier kann ich eine Kaufempfehlung aussprechen. Die Geschichten sind gut geschrieben und ich für meinen Teil möchte mehr lesen. Ich denke, mehr muss ich nicht sagen. Als Tipp würde ich sagen, lest erst Froststurm, damit ihr wisst, wie diese feindliche Welt entstanden ist.

Gruß,

Dirk

Frostzeit – Eisige Kurzgeschichten

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