Ödland Band 3 – Die Fabrik am Fluss

Ödland3Buch: Ödland Band 3 – Die Fabrik am Fluss

Rezensent: Dirk Wendt

Inhalt:

Willkommen zurück in Christoph Zachariae Ödland, Band III – Die Fabrik am Fluss. Gerne erinnere ich mich zurück an die beiden Vorgänger-Romane Ödland – Der Keller und Ödland Band 2 – Das Versteck im Moor, gerade der letzte Teil endet mit einem Cliffhanger, der nun endlich in Band III seine Fortsetzung findet. Mega erwacht in der Fabrik am Fluss, ihr Körper ist zerschunden von den Bissen der Wölfe, die immer wieder die Sammler vor der Fabrik angreifen. Menschen verhalten sich ihr gegenüber freundlich und retten ihr das Leben. Sie trifft in diesem scheinbaren Paradies auch auf Mark, dem ersten “Indu”-Piloten, der sich von ihr in Band I verabschiedete um die gleiche Mission zu erfüllen, die Mega später übernommen hatte. Während sich Mega im ersten Band noch zierte, beginnt sie mit Mark in der Fabrik eine Beziehung, die sie hin und her reißt. Soll sie in der Fabrik bei Mark bleiben oder doch weiterziehen um ihren Auftrag zu erfüllen. Nach einer Unterredung mit dem Leiter der Fabrik, ändert sie ihre Meinung. Denn, was sie schon fühlte, aber versuchte zu übersehen, wegen ihrer Beziehung zu Mark, bestätigte sich kurz darauf, die Menschen in dieser Zuflucht sind nicht so, wie sie vorgeben zu sein.

Während sich Mega in der Fabrik aufhält, ist ihr Hagen, der sie seit dem ersten Band der Geschichte verfolgt, auf den Fersen. Er weiß, wo sich Mega aufhält und beschließt mit einem kühnen Plan, in die Fabrik einzudringen. Der Plan wäre fast gescheitert, wenn ihm Mega aus gewissen Gründen, die ich hier nicht verraten werde, um nicht zu spoilern, zu Hilfe kommen würde. Eines sei aber erlaubt mir zu sagen, beide Kontrahenten setzen ihren Weg gemeinsam nach den Erlebnissen in der Fabrik fort. Warum, müsst ihr schon selbst lesen.

Auch Nathan, Megas Begleiter aus Band II taucht immer wieder auf und steht Mega, wie schon im zweiten Teil immer dann zur Seite, wenn Mega Hilfe braucht.

Meinung:

Ich kann meine Meinung auch nach dem dritten Band nur immer wieder wiederholen. Endzeit und diese Serie sind genau Christoph Zachariaes Ding. Beim Lesen entstehen nach wie vor Bilder in meinem Kopf, von denen ich überzeugt bin, dass eine Endzeit, wie diese existieren könnte oder vielleicht irgendwann auch wird. Die Abenteuer die Mega überstehen muss, die Gesellschaft, in der sie aufwächst und auch die, auf die sie zum Beispiel in diesem Band in der Fabrik trifft, sind genau das, was ich für möglich halte und so wie es vom Autor dieses Romans geschrieben wurde, scheine nicht nur ich so zu denken.

Die Beschreibungen der Orte sind stimmig, die Charaktere, allen voran natürlich Mega, aber auch Hagen, für den ich mittlerweile eine kleine Sympathie entwickelt habe, werden immer tiefer und weiterentwickelt. Wieder erfährt man einiges über die Vergangenheit der beiden Hauptdarsteller. Und, wie schon in den beiden Teilen vorher, findet hier die eine oder andere Wendung in der Geschichte statt, die mich richtig überraschten. Mittlerweile weiß ich, Christoph Zachariae ist immer wieder für eine Überraschung gut.

 

Fazit:

Wie haben jetzt Weihnachten und vielleicht braucht jemand noch ein Geschenk für seine Freundin oder seinen Freund, die Ehefrau, den Ehemann der auf Endzeitromane steht. Das Buch, eigentlich eher die gesamte Serie kann ich nur empfehlen. Wer selbst auf Endzeitromane steht, greift zu. Für mich war es eine große Freude, den dritten Band zu lesen und nun heißt es wieder abwarten, wie es in Band IV weitergehen wird, der hoffentlich 2016 erscheint?

Mad Max: Fury Road – Filmkritik

Am Samstag war es so weit und ich habe endlich die Zeit gefunden mir Mad Max: Fury Road im Kino anzuschauen. Selbstverständlich in 3D. Die Mad Max Reihe hat meinen Filmgeschmack fundamental geprägt und trug auch letzten Endes dazu bei, dass ich diese Seite gegründet habe. Als ich Mad Max II damals als Kind im TV gesehen habe, war ich dermaßen von dieser postapokalyptischen Welt, der rasanten Action und nicht zuletzt von Mel Gibson beeindruckt, dass ich mich in meiner Jugend immer mehr mit diesem Genre auseinander gesetzt habe. Ihr könnt euch also vorstellen, wie ich mich gefreut habe, als ich erfuhr, dass es einen neuen, vierten Teil geben wird. Als ich dann Samstag ins Kino fuhr war meine Stimmung aber irgendwie gedrückt, da ich auf einmal Angst hatte, dass der Steifen meine Erwartungen nicht erfüllen könnte und somit damit die komplette Heldenreihe meiner Jugend zur Nichte machen könnte.

Diese Angst verschwand aber schon nach den ersten 5 Minuten. Es war zwar nicht mehr Mel Gibson, aber Tom Hardy macht seine Sache als Max Rockatansky genau so gut. Er bringt den Character des einsamen Wüstenwanderer sehr glaubhaft rüber und ist der Antiheld, wie wir ihn kennen. Wortkarg, knallhart und mit einem festen Willen zu überleben. Was mich aber regelrecht umgehauen hat, sind die Größenverhältnisse und Menschenmassen, gerade zu Anfang im Film. Es gibt riesige in den Felsen geschlagene Bauwerke, Massen von Menschen, die einem Anführer huldigen und natürlich diese großen, unglaublich getunten Fahrzeuge, wie man sie in einem guten Mad Max erwartet. Hier wird alles auf die Spitze getrieben und ich müsste mich mit Superlativen überschlagen um diese Bildgewaltigkeit zu beschreiben.
Genau so ist es um die Action im Film gehalten. Fury Road lässt einem kaum Zeit aufzuatmen und ist im Prinzip eine gigantische, nicht enden wollende Actionszene, die aber in keiner Sekunde langweilig wird. Ganz im Gegenteil. Wenn man schon dachte, die Vorgänger hätten tolle Fahrzeugstunts, so kommt man hier aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Oft ging ein Lachen oder ein Raunen durchs Kino, wenn wieder ein besonders spektakulärer Stunt durchgeführt wurde oder ein noch verrückteres Fahrzeug auf der Leinwand erschien.

Man kann wirklich sagen, dass  George Miller es nach 30 Jahren noch einmal wissen wollte. Er wollte noch einmal zeigen, dass er der Vater der Mega-Fahrzeug-Stunts ist, es versteht unaufhaltsame Action in eine tolle Welt mit einer guten Geschichte wie kein anderer zu platzieren. Mad Max: Fury Road hat somit meine Erwartungen alles andere als enttäuscht. Ganz im Gegenteil, ich war überglücklich, als ich gesehen habe, das meine Lieblings-Filmreihe eine mehr als würdige und vor allem zeitgemäße Fortsetzung bekommen hat. Meine Empfehlung: Unbedingt anschauen!

Mad Max Trilogie [Blu-ray]

Preis inkl. MwSt (zzgl. Versand): EUR 16,97

4.4 von 5 Sternen (41 Kunden Reviews)

27 Neu & Gebraucht ab EUR 16,97

Transmetropolitan Bd. 3: Lonely City – Rezension / Kritik

TransmetropolitanSpider is back. Aber so richtig. Und er tritt wieder Ärsche. Aber können die Geschichten rund um den Ausnahmejournalisten auch im dritten Band Transmetropolitan Bd. 3: Lonely City noch fesseln?

Worum geht in diesem Band?
Wenig überraschend, Spider tut genau das, was er am besten kann. Enthüllung-Storys schreiben, Ärsche treten und dabei versuchen das System zu stürzen. Zu Anfang hängt er in einer tiefen Depression fest, die ihn fast paralysiert. Doch dann kommt etwas, was seine vollständige Aufmerksamkeit auf sich zieht und ihn wieder wach rüttelt: Die staatliche Zensur. So etwas kann Spider nicht durchgehen lassen und darum macht er sich auf um mehr als nur einen Arsch zu treten. Sein Ziel: Das System, mitsamt seinem Präsidenten stürzen…

Mein Eindruck:
Eigentlich muss ich zu Transmetropolitan gar nicht mehr so viel sagen. Inzwischen dürfte bekannt sein, dass ich seit dem ersten Band ein riesen Fan der transmetropolitan-3-2Serie bin. Oft habe ich aber das Problem, dass ich von weiterführenden Bänden schnell gelangweilt bin, da die Abwechslung fehlt. Bei Transmetropolitan ist das aber anders. Eher das Gegenteil ist der Fall, ich kann gar nicht aufhören zu lesen. Spiders Geschichten sind einfach so abgedreht, dass ich zwischen Schmunzeln, schockiert sein und Tränen lachen ständig wechseln muss. In diesem Band geht es ums Ganze, denn der Präsident ist das Ziel seiner Kolumnen. Dazu muss Spider kluge Tricks anwenden und darf keine Fehler begehen, was die Sache um so spannender macht. Ich könnte jetzt ewig weiter schwärmen, aber eigentlich will ich nur eines sagen: Lest diesen Scheiß! Es lohnt sich!

Fazit:
Auch im dritten Sammelband ist Spider wieder in Höchstform. Noch nie zu vor musste er so bedacht und klug vorgehen und nie zuvor, war das Ziel so hoch. Lesen!

Transmetropolitan: Bd. 3: Lonely City

Preis inkl. MwSt (zzgl. Versand): EUR 29,99

5.0 von 5 Sternen (4 Kunden Reviews)

64 Neu & Gebraucht ab EUR 29,98

The Walking Dead – eine enttäuschende 4. Staffel!

Ich bin mir sicher, dass vielen Fans schon bei der Überschrift dieses Postings die Hutschnur hochgeht, aber die vierte Staffel meiner (Ex-) Lieblingsserie war einfach nur enttäuschend. Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich bereits die technische Umsetzung, um genau zu sein die Synchronisation kritisiert. Ich erntete dafür Spott und Häme in einigen Kommentaren, aber ich stehe nach wie vor dazu. In einigen Episoden war die deutsche Syncro so verdammt schlecht, dass ich schon fast abschalten wollte. Aber gut, ich möchte hier nicht auf die Technik rumreiten, denn bei The Walking Dead geht es um viel mehr, die Geschichte.

Eigentlich bin ich ein großer Fan des Franchises, habe alle Comics, lese die Bücher und besitze sogar dieses merkwürdige Brettspiel. Alles in allem finde ich die Geschichte rund um Rick und seinen Sohn Carl sehr interessant und spannend, nur leider nicht in der TV-Serie. Die ersten beiden Staffel fand ich großartig, die dritte war mir schon zu sehr in die Länge gezogen, aber die aktuelle, vierte Staffel hat die Erzählweise einfach auf die Spitze getrieben. Die Story wurde so verdammt langsam und zäh erzählt, als wollten die Autoren jedes noch so unspektakuläre Ereignis ausschlachten um die Serie in ihrer Gesamtheit unendlich in die Länge zu ziehen. Selbstverständlich ist The Walking Dead eine Serie in der die Charaktere und deren Entwicklung bzw. Beziehungen im Fokus stehen. Das ist auch gut so, aber inzwischen wissen wir, dass man so etwas deutlich spannender gestallten kann. Breaking Bad, The Shield und ähnliche zeigen, wie man Charaktere in den Fokus stellt, wie man seine Zuschauer mitfiebern lässt. The Walking Dead versucht genau dies aufzugreifen, zieht sich dabei aber inzwischen wie ein zäher Kaugummi hin, der an Langeweile kaum zu übertreffen ist.

Lediglich das Staffelfinale gibt wieder etwas Grund zur Hoffnung. Die duale Erzählweise in den zwei Zeitlinien hat Abwechslung in die Episode gebracht und so für eine deutlich schnellere, dynamische Storyline gesorgt. Ricks Entwicklung wurde auf den Punkt gebracht, ohne sie noch einmal auf fünf weitere Episoden auszudehnen. Und es ist endlich mal was passiert. Die Gruppe ist wieder zusammen, zumindest mehr oder weniger, Terminus wurde erreicht und Rick wird wieder der Anführer, der wirklich alles tut um seinen Sohn zu schützen. So will ich jede Folge The Walking Dead erleben. Die Handlung soll einfach etwas zügiger voran kommen und durch geschickte Elemente wie solche Rückblicke ist es so trotzdem möglich Tiefe in die Serie zu bringen. Allerdings fehlt auch hier wieder die Überraschung. Es ist einfach zu Offensichtlich was Terminus ist und was für Menschen dort leben. Das war es schon als Glenn dort ankam.

Leider rettet aber eine einzige gute Episode keine komplette Staffel und so muss ich ehrlich zugeben, dass mich die vierte Staffel dermaßen gelangweilt hat, das The Walking Dead längst nicht mehr den Stellenwert bei mir hat, wie es noch vor gut einem halben Jahr hatte. Klar sprengte die aktuelle Staffel mal wieder alle Einschaltquoten, aber das liegt meiner Meinung nur daran, dass AMC (und in Deutschland FOX) alles daran setzten den Hype um die Serie künstlich am Leben zu erhalten. Egal wo oder was man liest und sieht, früher oder später stößt man immer auf The Walking Dead. Das Werbebudget ist unfassbar hoch, aber ich würde mir wünschen, dass dieses Geld eher in bessere Autoren und eine bessere deutsche Syncro gesteckt wird.

Ich bin gespannt wie es weitergeht… und wenn sich nichts ändert, ob die Serie über kurz oder lang untergeht.

The Walking Dead – geht der Serie die Luft aus?

Ich bin ein großer The Walking Dead – Fan, habe alle Comics, spiele die Spiele und sitze natürlich auch jeden Montag pünktlich vor dem Fernseher um mir die neusete Folge der TV-Serie anzuschauen. Für mich war TWD immer einer der besten Serien die es gibt und ich konnte gar nicht erwarten bis die nächste Folge anlief. Nachdem wir nun wieder eine längere Staffelpause hinter uns haben, ging es am Montag mit der zweiten Hälfte der vierten Staffel weiter und natürlich hat diese Folge wieder alle Rekorde gebrochen. 220.000 Zuschauer haben auf dem deutschen Pay-TV-Sender Fox geschaut (Quelle).
Ich muss aber sagen, dass ich mal wieder mehr als enttäuscht war. Zum einen empfand ich die deutsche Synchronisation überdurchschnittlich schlecht. Was ist mit Carls Stimme passiert? Und die Personen mit denen sich Michonne in ihrem Traum unterhalten hat? Die Synchro hörte sich wie in einem schlechten B-Movie an. In Zeiten in denen wir von Breaking Bad, Supernatural oder American Horror Story soundtechnisch regelrecht verwöhnt wurden viel dies nun besonders auf und machte die ganze Folge irgendwie lächerlich. Und dieser jämmerliche Versuch eine Charakterentwicklung und emotionale Tiefe mit Carl zu erzeugen ist meines Erachtens auch ziemlich nach hinten losgegangen. Die Handlung war zwar nachvollziehbar, aber völlig lustlos gespielt. Letzten Endes fanden wir die Folge so langweilig, dass wir anfingen uns über komplett andere Dinge zu unterhalten. Diese Schwäche hat aber die komplette vierte Staffel. Bis auf zwei Folgen habe ich mich wirklich gelangweilt. Da lese ich lieber die Comics und erfreue mich an die deutlich schnellere Erzählweise.

Ich hoffe mal, das wird sich in den nächsten Folgen wieder bessern. Vor allem die deutsche Synchronisation muss echt nachlegen, ansonsten denke ich dass die Serie nur noch von diesem künstlich geschaffenen Hype am leben gehalten wird und AMC immer mehr in Geld in Werbung stecken muss um diesen auf einem hohen Level zu halten. Geld, dass dann natürlich der Serie fehlt, wie man jetzt bereits merkt. Warten wir’s ab…