Der Incal 01. Der schwarze Incal – Rezension / Kritik

Jean Giraud alias Moebius hat in den 80ern gemeinsam mit dem SciFi-Autor Jodorowsky eine schon fast legendäre Comic-Reihe erschaffen. Den Incal-Zyklus. Aufgrund des Alters ist dieser Comic in der jüngeren Generationen aber kaum bekannt, darum möchte ich euch heute den ersten Teil “Der schwarze Incal” vorstellen:

Worum geht es in dem Comic?
John Difool ist Privatdetektiv in einer dystopischen Zukunfts-Stadt, regiert durch einen Präsidenten, der immer wieder aufs Neue geklont wird. Durch mehr oder weniger unglücklichen Zufällen stößt er zusammen mit seinem federlosen Vogel Dipo auf den Incal, ein pyramaidenartiges Wesen unbekannter Herkunft. Um dieses mächtige Lebewesen (?) entbricht ein regelrechter Kampf und der Detektiv steht auf einmal zwischen den Fronten der Regierung und einigen außerirdischen Rassen. Alle wollen den Incal besitzen, was John Difool nicht nachvollziehen kann. Da aber alle auf der Jagd nach diesem kleinen Ding sind, muss es wohl wichtig sein, darum beschützt er es mit seinem Leben und gerät dadurch in einen Strudel aus Geheimnissen und Intrigen. Dabei dringt er immer tiefer in die entsetzlichen Wahrheiten der hochtechnisierten Welt ein…

Mein Eindruck:
Ich muss wirklich sagen, dass “Der Incal” ganz anders als die üblichen, modernen Comicbücher ist. Das fängt schon mit den Zeichnungen an. Während wir in vielen Comics schon fast computerartige Grafiken sehen, wird hier ein richtiger Retro-Look zurück ins Leben gerufen. Die Zeichnungen erinnern mich irgendwie an die alten Tim und Struppi Bücher, sind dabei aber deutlich detailreicher. In den einzelnen Bildern passiert sehr viel und es gibt so viel zu entdecken, dass man öfters genau hinschauen muss. Für “Der schwarze Incal” habe ich sowieso relativ lange gebraucht, bis ich diesen ersten Band durch hatte. Das lag aber nicht nur an den Zeichnungen, sondern auch viel mehr an der hektischen, man muss schon fast sagen, fantastischen Story. Fantastisch aber im Sinne von großartig UND abgedreht. Immer wenn man dachte, man würde erahnen wie die Geschichte weiter geht, ist etwas Unerwartetes passiert oder eine neue Partei trat in Erscheinung. Der Lesefluss ist sehr flüssig und die Gespräche sind auch leicht verständlich, aber hin und wieder musste ich einen Teil noch einmal lesen, weil ich wieder bei irgend einem komischen Ereignis nicht ganz mitgekommen bin. Aber genau das macht diesen Retro-Charme aus und ich bin dem Splitter Verlag dankbar, diesen Comic-Band für uns wiederbelebt zu haben. Wer also auf SciFi mit einem Retro-Touch steht, sollte sich “Der Incal” unbedingt mal anschauen.

Fazit:
“Der Incal” ist ganz große Retro-SciFi, angesiedelt in einer dystopischen Welt voller Geheimnisse. Spannend und lesenswert!

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Incal, Der: Band 1. Der schwarze Incal

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Vielen Dank an den Splitter Verlag für die freundliche Unterstützung!

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