Nicht die Welt (Karsten Krepinsky) – Blackfear Flashback / Kritik

Nach “Der Rote Ozean” habe ich endlich mal wieder ein Buch gelesen. Wie ihr wisst, bin ich nicht gerade der Vielleser, aber wenn man schon das Buch mit dem Wunsch um eine Rezension vom Autor zugeschickt bekommt, dann mache ich das selbstverständlich. Es handelt sich hierbei um Nicht die Welt von Karsten Krepinsky. Vertrieben wird das Buch über den eigens dafür gegründeten Neuwelt-Verlag.

Worum geht es in dem Buch?
Nach einem großen Krieg und einer anschließenden, radioaktiven Katastrophe liegt die Welt ohne Hoffnung in Schutt und Asche. In einer nahezu menschenleeren Stadt sucht ein junger Mann nach einem Papier, dass die Welt verändern soll. Dabei trifft er immer wieder auf ein paar verbleibende Bewohner, die in verfallenen Häusern oder in Bunkern tief unter der Erde der lebensgefährlichen Strahlung trotzen.
Ein paar der Bewohner sind dabei besonders mysteriös: Eine junge Frau, ein seniler, alter Mann und ein alter Wächter scheinen in der Stadt wie gefangen zu sein. Nach und nach stellt der junge, suchende Mann fest, das ihre Schicksale miteinander verbunden sind und lüftet ein unglaubliches Geheimnis.

Mein Eindruck:
“Nicht die Welt” ist zugegeben ein sehr eigenwilliger Endzeit-Roman. Auf den ersten paar Seiten dachte ich, dass es ein religiöser Schmöker mit irgendwelchem Übersinnlichen Zeugs wird. Aber ich wurde schnell eines besseren belehrt: Krepinsky lässt uns aus der Sicht dreier Protagonisten in eine realistisch wirkende, postapokalyptische Welt eintauchen. Diese wird sehr detailreich beschrieben und man findet darin immer wieder Hinweise auf die “alte Welt” und man stellt langsam fest, das irgend etwas daran oder darin nicht stimmt.
So weit so gut. Von der Story her ist das Buch nicht schlecht. Mich stört allerdings Krepinskys Art zu Schreiben. Immer wieder ließt man, “Der Junge Mann macht dies”, “der Junge Mann macht jenes”, dann “macht der Alte Mann dies und dass” usw. Ich hätte mir Namen oder mehr Synonyme für die Hauptpersonen gewünscht, statt in jedem zweitem Satz “der Junge Mann” oder “der Alte Mann” zu verwenden. Außerdem sind die Zusammenhänge manchmal sehr verwirrend, so musste ich einige Abschnitte drei oder vier mal lesen, um zu begreifen was da eigentlich gerade passiert ist. Sowas nervt. Abgesehen davon lässt sich das Buch mit den knapp 200 Seiten aber schnell lesen.
Aufgrund der verwirrenden Geschichte, wird der Roman aber sicherlich nicht jedermanns Sache sein. In “Nicht die Welt” darf man keine epische Handlung oder Aktion erwarten. Vielmehr handelt es sich um ein bewegendes Schicksal. Aber eines sei gesagt: Das Ende ist ziemlich überraschend, auch wenn man es irgendwie schon geahnt hat.

Fazit:
“Nicht die Welt” von Karsten Krepinsky ist ein fantasievoller Endzeit-Roman, der aber aufgrund der etwas anderen und verwirrenden Story sicherlich nicht jedermanns Geschmack treffen wird. Wer aber mal etwas Ungewöhnliches im postapokalyptischen Genre lesen möchte, darf zugreifen!

Hier zu kaufen:
Nicht die Welt (gedruckt oder als E-Book)
Leseprobe 

4 comments

  1. Aaaalso, ich hab´ das Buch zu 1/4 gelesen und musste es dann weglegen. Ich lese unheimlich viele Bücher, aber das ging ja gar nicht. Es ist sehr verwirrend geschrieben und man kann die Geschichte nicht gerade leicht folgen. Ich kann es nicht empfehlen, aber das ist nur meine persönliche Meinung.

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