The Lost God: Tag der Verdammnis – Rezension

Wie die meisten von euch wissen, lese ich nicht gerne. Und wenn ich es tue, muss es ein Buch sein, dass mich schon ganz zu Anfang in seinen Bann zieht. So etwas fängt bei mir allerdings nicht mit den ersten Kapiteln des Buchs an, sondern mit dem Klappentext, der allgemeinen Präsentation und der Webseite und das schafft ein Buch selten. Bei Gregor Spörri’s neustem Werk The Lost God: Tag der Verdammnis war dies nun endlich mal wieder der Fall und das hat einen bestimmten Grund:
Das Buch ist zwar Science-Fiction, soll aber auf einem wahren Erlebnis des Autors basieren, bei dem er in Ägypten ein mumifiziertes Überbleibsel eines vermeidlichen “Riesen” gefunden hat. Mein erster Gedanke dabei war: “So ein Unsinn,  schon wieder so ein Möchtegern-Grenzwissenschaftler.”  Ich habe eine Abneigung gegen diesen Typ von Menschen, aber wie ich schnell feststellte hat Gregor Spörri kein Sachbuch, in dem er irgend welche Behauptungen aufstellt, sondern einen waschechten Endzeitthriller, der seiner Fantasie aufgrund dieses Funds entsprang, geschrieben. Mein Interesse war somit geweckt und darum habe ich das Buch gelesen, oder besser gesagt, verschlungen.

The Lost God - von Gregor Spörri

The Lost God – von Gregor Spörri

Worum geht es in dem Buch?
Der Inhalt lässt sich schwer beschreiben, ohne all zu groß und zu weit zu spoilern, aber ich versuche es trotzdem mal. “The Lost God” fängt an wie ein Ökothriller, in dem die Missstände unserer heutigen Wirtschaft und Politik dargestellt werden. Es geht um den rücksichtslosen Umgang und der Ausbeutung der Rohstoffe unseres Planeten, korrupten Wirtschaftsmagnaten und genau so zwielichtigen Politikern.  Während dieser Erzählungen wird parallel ein Geheimnis um einen mysteriösen UFO- Satelliten, der schon länger um die Erde kreist, in dem Kopf des Leser aufgebaut. Worum handelt es sich bei diesem Objekt? Warum ist es dort und was macht es?
Und schon bald muss sich die Menschheit die Frage stellen: Was, wenn es auch andere Wesen gibt, die auf der Suche nach Rohstoffen sind und genau so rücksichtslos dabei vorgehen und diese anschließend ohne Kompromisse abbauen.Wie würden wir uns verhalten? Was können wir tun? Und können wir überhaupt was tun? Diese Fragen werden schon bald beantwortet…

Mein Eindruck:
Eines muss ich gleich loswerden: “The Lost God” ist ein hammer hartes Buch. Während es am Anfang noch viel um politische Diskussionen und weltliche Missstände geht, in denen man keinen klaren Zusammenhang erkennt, wird einem schnell klar, dass es hier nicht gerade zimperlich zur Sache geht. So wird z.B. ein Abenteuer eines Umweltfotografen erzählt und man denkt die ganze Zeit, dass diese Person der Held dieser Geschichte wird. Aber Pustekuchen, es kommt ganz anders als erwartet. Es gibt keine Helden in dieser Geschichte, keine Hollywood-Aktion, sondern eine erschrekende Zukunftvision, wie sie wirklich eintreffen könnte. Und diese wird kompromiss- und schonungslos in diesem Buch zur Schau gestellt. Dabei erschafft Gregor Spörri immer wieder spannende Übereinstimmungen, mit den zur Zeit Herrschenden Missständen in unserer Umwelt und Wirtschaft, sodass man sich während des Lesens immer wieder selber sagt: Wir sind nichts besser, als diese fremden Mächte. Ein kleines Beispiel: Zu Anfang wird ein Ameisenhaufen zertreten, was einem in dem Moment als gar nicht so tragisch erscheint. Aber gegen Ende, wenn man sieht, was mit uns und unseren Planeten passiert, muss man immer wieder an diesen Ameisenhaufen denken und erkennt, wie schrecklich diese Tat eigentlich war. Ich kann da jetzt nicht weiter drauf eingehen, ohne das Große und Ganze dieses spannenden Buchs zu verraten, aber ich sage so viel: Ich habe noch nie ein Buch gelesen, oder einen Film gesehen, in dem so etwas schlimmes mit uns Menschen und unserer Erde passiert. Das ist “Endzeit” aller erster Güte!
Ob dieser angeblich echte Fund eines Relikts, auf dem dieses Buch basieren soll, wirklich so stattgefunden hat sei aber dahin gestellt. Aber das soll nicht Gegenstand dieser Besprechung sein, denn allen Kontroversen zum Trotz: Der darauf basierende Thriller ist genial!

Fazit:
“The Lost God” ist ein kompromissloser Endzeit-Thriller, der sich ganz tief in das Gewissen des Leser einbrennt. Unvorhersehbar, überraschend und brutal!

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4.1 von 5 Sternen (32 Kunden Meinungen)

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11 comments

  1. Ich hätte das Buch damals echt gerne gewonnen, aber jetzt muss ich mir es wohl doch kaufen :D Oder wünschen, habe bald Geburtstag ;)

      1. Ich muss aber zugeben, das ich davon auch abgeschreckt wurde und ich das Ding erst einmal eine Woche in die Ecke gelegt habe. Aber nachdem ich mich etwas in das Thema (ich meine nicht das Buch selber) eingelesen hatte, wurde ich schon sehr Neugierig was wohl für einen Geschichte daraus entstanden ist. Und es hat sich gelohnt zu lesen ;)

  2. “The Lost God” von Gregor Spörri ist ein unglaubich authentischer Scifi-Endzeit-Thriller, der mir spätestens ab Seite 200 nur noch kalte Schauer über den Rücken jagte. Enorm Spannend, streckenweise bitterböse und zum Ende hin gigantisch und verflucht hart. Und hey, für einmal keine Zombies.
    So muß lesen!!!

  3. Meine Meinung zu THE LOST GOD und seinem Autor Gregor Spörri: Faszinierendes, schnökelloses wie komprmissloses Endzeitdrama der besonderen Art. Der Mystery-Part und das Rätsel um dieses ägyptische Relikt machen die Geschichte umso spannender. Geschichten über Riesen gibt es in der Mythologie und auch in der Neuzeit zur Genüge. Für mich kommt diese Monsterkrallenstory recht plausibel daher, doch wie Thompsen schon schrieb: es spielt überhaupt keine Rolle, ob sie wahr ist oder nicht. Von mir gibt es für diesen Thriler auf jeden Fall einen Monsterdaumen hoch.

  4. Ich habe “The Lost God” zu Ostern geschenkt bekommen und in nur 3 Tagen verschlungen. Obwohl bereits vor einem Jahr erschienen, hat dieser Reality-Fiction-Thriller nichts an Aktualität verloren – ganz im Gegenteil. Für mich einer der facettenreichsten und spannendsten Romane dieses Genres. Ich hoffe auf eine Verfilmung, denn mehr Endzeit geht nicht mehr.

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