Beutewelt I (Alexander Merow) – Rezension

Beutewelt I. Bürger 1-564398B-278843

Rezensent: Dirk Wendt

Kurze Inhaltsübersicht:
„Bürger 1-564398B-278843 im Zuge eines automatisierten Gerichtsverfahrens werden Sie am 14.08.2027, wegen massiver Störung des Betriebsfriedens und theoretisch schwerer Körperverletzung  in Gerichtszelle 4/211 um 8:00 vorgeladen.“
Damit beginnt die Geschichte um Frank Kohlhaas, der als Bürger der sogenannten Weltregierung am Abgrund der Gesellschaft lebt und der Protagonist dieser Geschichte ist. Sein Verbrechen, er begehrte gegen das System und drohte einem Mitglied des Systems ihm die Fresse zu polieren. Dieses reicht in der Zeit, in der Frank Kohlhaas lebt aus um ihn wegen der o.g. Vorwürfe vorzuladen und zu verurteilen.
Nach Monatelanger Haft gelingt ihm durch Zufall die Flucht und landet in einem Dorf, welches unbehelligt von der Weltregierung in Litauen existiert. Die dort lebenden Menschen versuchen der Weltregierung nicht aufzufallen und bauen sich ein normales Leben auf.
Als der ehemalige Bürger 1-564398B-278843 eine schreckliche Nachricht erhält, entschließt er sich, sich den Rebellen anzuschließen und plant einen Anschlag auf ein hochrangiges Mitglied der Weltregierung.

Meinung:
Als ich den Roman Beutewelt 1 – Bürger 1-564398B-278843 von Alexander Merow anfing zu lesen, hatte ich vorher einen Roman gelesen, der mir überhaupt nicht zusagte. Wie dieser ist auch Beutewelt ein dystopischer Roman, der sich jedoch sehr leicht „wegliest“ und auch das eine oder andere spannende Bild in meinem Kopf hat entstehen lassen. Alexander Merow bringt abwechslungsreiche Formulierungen und wechselt die Satzrhythmen, was es einfach macht die Zeilen zu lesen und nicht ermüdet.
Der Autor dieses Romans zeichnet ein für mich sehr realistisches Bild einer (möglichen) zukünftigen Welt, in der eine kleine Gruppe von Menschen mehr Macht hat, als sie haben sollte und die „niederen“ der Gesellschaft einfach nur Vieh nennen.
Im Buch wird klar, dass es sich bei der Weltregierung nicht nur um eine politische Macht handelt, die nicht mal davor zurückschreckt Frauen und Kinder zu töten, sondern die auch vor einem Genozid nicht zurückschreckt. Hier werden Parallelen eindeutig gezogen zu faschistischen Staaten, die wir aus der Vergangenheit und auch der Gegenwart kennen.
Natürlich würden wir es niemals zulassen, dass eine solche Gesellschaft jemals existieren kann, wir würden bei den geringsten Anzeichen dagegen vorgehen, wie es auch schon im Schlusswort des Autors auf zynische Art gesagt wurde.

Fazit:
Am Ende bleibt mir nur zu sagen, ich habe es genossen den Roman in kurzer Zeit zu lesen und wollte wissen, wie es mit Bürger 1-564398B-…ihr wisst schon, weitergeht. Daher unbedingt lesen. Einzig der Preis für 250 Seiten ist meiner Meinung doch etwas hoch angesetzt, daher würde ich zum E-Book raten, denn der Preis ist mehr als gerechtfertigt.

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