Beutewelt II (Alexander Merow) – Rezension

Rezensent: Dirk Wendt

Kurze Inhaltsübersicht
Es ist das Jahr 2030. Frank Kohlhaas ist zurück. Japan ist noch immer losgelöst von der Weltregierung und versucht den Diffamierungen zu widerstehen. Die Mächte hinter der Weltregierung planen hingegen weiteres, um Japan wieder unter ihre Kontrolle zu bringen und überlegen neue Möglichkeiten die Menschheit zu kontrollieren.

Frank Kolhaas und sein Freund Alfred Bäumer leben unterdessen ein schon fast beschauliches Leben in Ivas in Litauen. 2031 startet die Weltregierung ein lange geplantes Manöver um Japan in einen Krieg zu verwickeln und letztendlich in die Knie zu zwingen. Sie haben jedoch nicht mit der starken Fürsprache anderer Länder gerechnet und hunderttausende von Freiwilligen, unter ihnen auch Frank Kohlhaas und Alfred Bäumer, schließen sich der japanischen Armee an um ihren Beitrag zu leisten zur Befreiung des Landes der aufgehenden Sonne.

Monate vergehen in diesem Krieg, die Weltregierung scheut sich nicht davor chemische Waffen einzusetzen, doch das Inselvolk stellt sich entschlossen gegen jeden Soldaten, den die schier übermächtige Regierung nach Japan entsendet. Wie lange aber kann ein Widerstand gegen so eine Übermacht andauern, ein Plan muss her und Frank und Alfred spielen eine wichtige Rolle.

Meinung
Frank und Alfred sind zurück, die Jahre, nach dem ersten Buch haben sich beide ein Leben in Ivas aufgebaut, während die Weltregierung weiterhin ihre Pläne umsetzt das abtrünnige Japan wieder in das Weltreich zu integrieren. Das ist etwas, was mir sehr gefällt an diesem Buch, zeigt es doch, dass kein Rebell, kein Widerstandkämpfer und kein Held jeden Tag in einem Kampf verwickelt wird. Ein normales Leben ist nach dem Einsatz in Paris in Ivas eingekehrt, Weihnachten wird sogar gefeiert, wie auch Silvester. Eine angehende Romanze wird aufgezeigt, bis zum Krieg.

Wieder hat es Alexander Merow geschafft mir eine spannende Geschichte zu erzählen um zwei Protagonisten, die nicht mutig sind in dem Sinne, wie es ein Superheld wäre, nein im Gegenteil, ihr Mut erwächst aus der Verzweifelung gegen einen übermächtigen Gegner anzutreten um das zu beschützen, woran sie glauben. Die Freiheit der Menschen. Der Autor erzeugt in mir Bilder, die mich an Filme wie Platoon oder ähnliche erinnern. Eine Gruppe von Soldaten, die sich durch das Dickicht eines Dschungels kämpfen, dabei schreckt er auch nicht zurück die Grausamkeit eines Krieges gut zu beschreiben, wenn er davon berichtet, wie viel Zivilisten, egal ob Männer, Frauen oder auch Kinder einem chemischen Angriff der Weltregierung zum Opfer fallen und wie die Städte Japans vernichtet werden.  Glaubhaft stellt Alexander Merow die (Anti-)helden da, nicht nur die Hauptdarsteller, die beide ihre Fehler und Ängste haben, auch die kleinen Nebenrollen sind mit Leben gefüllt. Die Japaner, denen schon der Wahnsinn aus den Augen starrt, weil sie nicht nur ihr Land verteidigen, sondern weil sie sich rächen wollen für ihre Familien, die  sie durch die Angriffe der Weltregierung verloren haben.

Fazit
Wie schon Band 1 kann ich dieses Buch ebenfalls empfehlen. Eine Gesellschaft wie diese haben wir nicht und werden wir (so hoffe ich nicht in Zukunft haben, wobei wir doch jetzt auch schon dystopische Merkmale bei uns feststellen können) nicht bekommen, doch trotzdem ist diese Geschichte eine von vielen möglichen Realitäten, die auch sehr realitätsnah wiedergegeben wird. Ich freue mich schon jetzt auf den dritten Band.

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