Borderlands 2 – Test / Review

Ein Planet, der aussieht wie in eine postapokalyptische Welt, ein Terrorregime, das alles und jeden unterwerfen möchte und durchgeknallte Banditen, die nach schräger als die Raiders in Mad Max drauf sind, das ist die Welt von Borderlands 2. Also eigentlich genau richtig für jeden Endzeitfan, aber macht das Spiel auch Spaß? In unserem Test erfahrt Ihr es!

Mein Eindruck vom Spiel:
Grundlage dieser Review ist die deutsche Xbox 360 Version. Da ich den ersten Teil damals nicht, bzw nur kurz angespielt hatte, bin ich also ein relativer Neuling in dem Borderlands-Universum und so wusste ich nicht wirklich was auf mich zukommt. Natürlich konnte man in den Trailern vorab sehen, dass es sich um einen ziemlich abgedrehten Shooter handeln muss, aber schließlich ist das kein Garant für Spielspaß. Ich hatte also relativ neutrale Erwartungen, als ich meine Box an schmiss und das Spiel einlegte.
Nach einem kurzen und auch ziemlich unspektakulärem Intro konnte ich mir eine Charakter-Klasse aussuchen. Ich entschied mich für den Soldaten, da mir große Wummen und etwas Taktik immer gut liegen. Und dann ging es eigentlich auch schon los. Nach dem Erwachen wird man von einem Roboter namens Claptrap in die grundlegenden Mechaniken des Spiel eingewiesen und schon dort wurde mir klar: Das hier ist alles andere als ein normaler Shooter. Dieser kleine, putzige Roboter-Blechklumpen brachte mich öfters zum Lachen als die letzten Folge „The Big Bang Theory“. Ich dachte, dass dies vielleicht nur der anfänglichen Auflockerung diente, aber ich habe mich geirrt. Humor wird in Borderlands 2 groß geschrieben und so einige Male musste ich wirklich schmunzeln und lachen. Die Quests sind genau so abgedreht wie die Charaktere, von denen man die Aufgaben gestellt bekommt. Da muss man z.B. einem hoffnungslosen Romantiker helfen ein Gedicht für seine angebetet zu schreiben, nur um festzustellen, das diese sich danach erschießt oder man feiert mit Claptrap eine Party, zu der niemand kommt oder man muss einem Forscher helfen, sich Namen für die Fauna des Planeten auszudenken. Das man die meisten Aufgaben mit Waffengewalt durchsetzt versteht sich von selbst. Und über diesen ganzen Quests steht dann eine recht spannende, nicht weniger abgedrehte Hauptstory.
Fakt ist, das es eine riesige Anzahl an Quests gibt, die alle sehr abwechslungsreich sind, das sich so manches Rollenspiel ein Beispiel daran nehmen könnte. Sowieso ist Borderlands 2 viel komplexer als ein normales Rollenspiel. Die ganze Spielwelt ist enorm groß, man kann sich mit vielen Skills und Skins einen individuellen Charakter formen und es gibt viele Waffen. Unglaublich viele Waffen und es kommt ein Sammelfieber auf, wie ich es zuletzt in Diablo 2 hatte. Dieses „nur noch ein Level aufteigen“- oder „nur noch eine Schatztruhe aufmachen“-Prinzip kommt total durch!

Und der Multiplayer?
Der Multiplayer-Modus ist ein zentrales Element in Borderlands 2. Anders als in anderen Shootern bekämpft man sich nicht in kleinen Maps, sondern bestreitet kooperativ die komplette Kampagne und somit die ganze Spielwelt. Das Geniale daran ist, dass die Mitspieler jederzeit ein- und aussteigen können. Was über Xbox-Live dann schon eine Menge Spaß macht, ist im Splitt-Screen, zusammen vor einer Xbox noch lustiger. Man lacht gemeinsam über den schrägen Humor, arbeitet zusammen Taktiken aus um die teils sehr fordernde Gegner zu besiegen und hat einfach Spaß daran die Welt zu erkunden. Außerdem macht es einen menge Spaß zu zweit mit einem Fahrzeug durch die Gegend zu brettern.

Die Technik des Spiel…
Ist durchgehend ausgereift. Ich will hier jetzt nicht auf technische Details eingehen, da es hier hier kaum was  zu meckern gibt. Es stört zwar etwas, das nach dem Laden die Texturen für 2-3 Sekunden sehr matschig sind, aber danach sieht Borderlands in seinem ganz eigenen Comic-Stiel einfach fantastisch aus. Man findet eine Menge Details, so kann man z.B. wirklich einen QR-Code von einer Pizzaschachtel mit dem Handy vorm Fernseher einscannen oder hat eine verdammt große Sichtweite im Spiel. Das dürfte besonders den Snipern unter euch sehr gefallen.
Der Sound ist genau so großartig. Sämtliche Gespräche haben eine Sprachausgabe, die Synchronsprecher passen super zu den einzelnen Charakteren und an allen Ecken kracht und rumst es gewaltig. Hier wurde alles richtig gemacht.

Mein Fazit:
Borderlands 2 ist für mich die Überraschung des Jahres. Das Spiel ist abwechslungsreicher als die meisten Shooter, größer als die meisten Rollenspiele und schräger als jeder Trash-Endzeitfilm.  Klare Empfehlung!

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3 thoughts on “Borderlands 2 – Test / Review”

  1. MadMike says:

    Ich spiele Borderlands schon seit Tagen mit meinem Bruder zusammen und es wird einfach nicht langweilig. Du hast schon Recht, es kommt dieser Suchtfaktor auf.

  2. Jürgen Schnappinger says:

    geiles Game, werde davon einfach nicht satt!!!!!

  3. nachgebloggt says:

    Sehr schöne Review, macht Spaß zu lesen. ich komme da auch ein ganz ähnliches Fazit.

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