Buchtipp: Sanctuary – Letzte Zuflucht von Andreas Kammel

Sanctuary - Letzte ZufluchtIhr wisst, ich lese nicht gerne. Aber Dank meinem Audible Abo komme ich nun doch öfter wieder in den Genuss von größeren, ja fast schon richtig komplexen Büchern. In diesem Fall bin ich eher zufällig beim Stöbern auf das ca. 800 Seiten starke Buch Sanctuary – Letzte Zuflucht von Andreas Kammel* gestoßen. Mir gefiel der Klappentext und ich hatte mal wieder richtig Lust auf eine gute Endzeitgeschichte. Viel erwartet habe ich allerdings nicht, da mir weder Buch noch Autor etwas sagten. Warum ich dann aber doch vom Buch überrascht wurde und ich hoffe das Roland Emmerich bei Herrn Kammel anklopft, erfahrt ihr jetzt.

Vorab ein Auszug aus dem Klappentext:

Zwei mysteriöse Ereignisse erschüttern die Welt: Mitten in Tansania breitet sich rasend schnell eine kilometerhohe Barriere aus, eine tiefschwarze Wand, die alles verschluckt, was sich ihr in den Weg stellt. Gleichzeitig entsteht im Pazifik ein neuer, üppig bewachsener Kontinent.
Der Lehrer Christopher hat die Geburt der Wand hautnah miterlebt. Während er nun gemeinsam mit seiner Ex-Freundin Max und dem Waisenmädchen Mtoto vor der Schwärze flieht, arbeitet die US-Beamtin Catherine Strive fieberhaft an der Erschließung der neuen Welt, immer fester davon überzeugt, dass einzig der neue Kontinent einem kleinen Kreis von Menschen Schutz bieten kann.

Man stelle sich nur einmal vor: Es gäbe eine riesige, todbringende, schwarze Wand die sich über den Erdball ausbreitet und alles in sich verschluckt. Und es gäbe nur einen Ort der davor sicher zu seien scheint. Ein kleiner, völlig aus dem Nichts entstandener Kontinent. Man  kann sich vorstellen was passieren würde. Die Menschen würden in Panik geraten und die Regierungen dieser Welt würden Himmel und Hölle in Bewegung setzten um sich selbst eine sichere Zuflucht auf diesem neuen Kontinent zu schaffen. Und so geschieht es auch in Andreas Kammels Erstlingswerk.

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Während im ersten Handlungsstrang Christopher, Max und Mtoto eine furiose Flucht über den halben Erdball hinlegen, versucht Catherine Strive im zweiten Strang die US-Regierung auf den neuen Kontinent zu verfrachten und deren Vorherrschaft dort zu sichern. Und beide Handlungen nehmen von Anfang an richtig Fahrt auf. Christopher und sein Gefolge erleben eine Länder und Kontinente übergreifende Flucht, die es wirklich in sich hat. Ihnen stellen sich Terrorakte, Naturkatastrophen, Endzeitsekten und alles was man sich sonst so vorstellen kann in den Weg. Ihre Flucht gleicht einem Roadmovie, das von Höhepunkt zu Höhepunkt getrieben wird und zeigt die Welt in Panik und Aufruhr.
Auf der anderen Seite gleicht Catherines Vorhaben einem Politthriller in dem sie sich fragen muss, wie sie gehen muss um die Menschheit zu retten.

Auf beiden Seiten gibt es Action, Explosionen, Attentate und die Tiefen der Menschlichen Seele. An einigen Stellen habe ich mir regelrecht gewünscht, das Roland Emmerich daraus einen Blockbuster machen sollte. Vor dem inneren Auge habe ich schon „wunderschöne“ Szenen von Zerstörung und Naturkatastrophen gesehen. Das Buch ist aber alles andere als eine Aneinanderreihung von einzelnen Ereignissen. Alles geht flüssig ineinander über und ließt, bzw. hört sich schön sauber weg. Meines Erachtens ist diese Geschichte eine Vorlage zu einem erstklassigen Endzeitfilm.

Einen Kritikpunkt habe ich aber: Das Ende. Das Ende kam für meinen Geschmack etwas plötzlich und wurde zu schnell umrissen. Es sei aber gesagt, dass es für all das teils fantastische Geschehen um diese Wand und den Kontinent eine befriedigende Erklärung gibt, die vielleicht sogar eine Fortsetzung anteasert.

So oder so, „Sanctuary – Letzte Zuflucht“ ist ein temporeicher Endzeitthriller der für Genrefans wärmstens zu empfehlen ist.

Sanctuary – Letzte Zuflucht: Thriller

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3.8 von 5 Sternen (15 Kunden Reviews)

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2 thoughts on “Buchtipp: Sanctuary – Letzte Zuflucht von Andreas Kammel

  1. Ich habe Phasen, wo ich Bücher verschlinge. Und Fantasy sowieso. Gerade ist es wieder einmal so weit. Danke also für Deine Tipp und die Buchbesprechung. Hört sich vielversprechend an.

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