Carthago Bd.1 (Comic) – Blackfear Falshback / Kritik

Im Endzeitgenre steht oft das ökologische Gleichgewicht unseres Planeten im Mittelpunkt und zeigt uns, wie sorglos wir damit umgehen. Der Comic Carthago (Splitter Verlag) handelt genau von so einem Szenario, darum sollten wir einen Blick auf das Werk von Christophe Bec (Text) und Eric Henninot (Zeichnungen) werfen:

Carthago Bd.1 (Spillter Verlag)

Carthago Bd.1 (Spillter Verlag)

Worum geht es in dem Comic?
Der erste Band „Die Lagune auf Fortuna“ bildet den Auftakt der auf sechs Teilen ausgelegten Serie. Die Menschheit befindet sich in einer Krise, da es immer weniger Erdöl und-Gas Ressourcen gibt. Darum dringt der weltgrößte Konzern Carthago in immer gefährlichere Meerestiefen ein um auch noch an die letzte Vorkommen zu geraten. Dabei stößt die Firma auf eine gigantische Meereshöhle und entdeckt einen vor Millionen von Jahren ausgestorbenen Raubfisch, versucht aber diese Entdeckung geheim zu halten, um den Gasabbau nicht zu gefährden.
Allerdings klappt das nicht ganz und verschiedene Gruppen erfahren von der Entdeckung. So versuchen Aktivisten einer militanten Umweltschutzgruppe, mit Hilfe einer kleinen Familie aus zwei Forschern und einem jungen Mädchen, die Verschleierung des Konzerns aufzudecken, aber auch ein „privater Sammler“ macht jagt auf den Raubfisch. Doch anscheint hat dieser ökologische Fund noch viel größere Auswirkungen auf die Menschheit, die wir jetzt noch nicht erahnen können und auch das junge Mädchen scheint ein Geheimnis in sich zu tragen…

Carthago Bd.1 (Spillter Verlag)

Carthago Bd.1 (Spillter Verlag)

Mein Eindruck:
Erst einmal muss ich sagen, dass die Zeichnungen von Henninot gerade zu zum Betrachten und öfters Durchblättern einladen. Sie sind äußert detailreich, effektvoll und schaffen es dabei deutlich und nicht überladen zu wirken. Sie könnten glatt aus einem (Comic-)Film stammen.
Aber noch viel mehr hat mich die Erzählweise gefesselt. Bec springt in seiner Geschichte nicht nur zwischen verschiedenen Schauplätzen, sonder auch durch ganz Zeitepochen, angefangen vor Millionen von Jahren, über die Eiszeit bis zur Gegenwart. Die Erlebnisse der drei Gruppen („böser Konzern“, Umweltschützer und Sammler)  werden dabei immer abwechselnd gezeigt und dabei bleiben immer eine Menge fragen offen, sodass man als Leser die 55 großformatigen Seiten nur so dahin fliegen lässt. Die Spannungskurve wird dabei allmählich immer weiter aufgebaut und auf der letzten Seite des Comics ärgert man sich schon fast über dessen Ende, vor allem weil es einen spannenden, unerwarteten Cliffhanger gibt! Wirklich toll gemacht!
Allerdings frage ich mich immer noch, warum ein Steinzeitmensch (ganz am Anfang des Comics) eine Art Brille trägt. Naja, ich stempel das einfach man unter künstlerische Freiheit ab, da ansonsten alles recht schlüssig und logisch aufgebaut ist.

Fazit:
Carthago: Die Lagune auf Fortuna ist der großartige Auftakt einer Comicreihe mit einem top-aktuellem Szenario, gepaart mit äußerst spannender Science Fiction. So muss ein Öko-Thriller starten!

Hier zu bestellen:
Carthago 01. Die Lagune auf Fortuna (Amazon)
Direkt bei Splitter

Vielen Dank an Dominik Madecki (Splitter Verlag) für die freundliche Unterstützung!

3 thoughts on “Carthago Bd.1 (Comic) – Blackfear Falshback / Kritik”

  1. Daniel says:

    Hört sich ja ganz gut an, wobei Ökofilme und so ja immer so eine Sache sind.

  2. Thompsen says:

    Keine Sorge, der Comic wird nicht zu moralisch.

  3. Pingback: Prometheus 01: Atlantis (Comic) – Blackfear Flashback / Kritik | Blackfear - Endzeit
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