In Zeiten an denen Personen wie Kim Jong Un oder Donald Trump die Macht haben einen atomaren Krieg auszulösen, stellt man sich schon einmal die Frage, was bei der Explosion einer Atombombe eigentlich passiert. Und vor allem, was passiert, wenn die eigene Stadt, bzw. der eigene Wohnort betroffen ist? Wir haben das Ganze mal mit Hilfe des Tools Nukemap von Alex Wellerstein am Beispiel unserer (Fast-) Heimatstadt Osnabrück durchgespielt.

Um das Ganze zu veranschaulichen zeigen wir euch erst einmal das Ergebnis. Hierbei handelt es sich um ein Screenshot des oben angesprochenen Programms:

Quelle: https://nuclearsecrecy.com/nukemap/

Die Ausgangssituation ist eine 500 Kilotonnen Bombe, die genau über das Zentrum von Osnabrück abgeworfen wird. Zum Vergleich, die Hiroshima Bombe hatte lediglich 15 Kilotonnen und gilt heutzutage als relativ „kleine“ Atombombe. Wie ihr oben sehen könnte, wäre das Ausmaß der Zerstörung unfassbar groß und erreicht einen Radius von fast 200 km². Dabei unterteilt sich der Grad der Zerstörung in unterschiedliche Zonen, bzw. Phasen.

Das passiert, wenn die Atombombe explodiert

Phase 1: Die „Explosion“ innerhalb der Bombe

Innerhalb des Bombenmantels steigt die Temperatur auf 60 bis 100 Millionen Grad Celsius. Dieser Zustand hält nur für ein paar Mikrosekunden, woraufhin Phase 2 ausbricht.

Phase 2: Der Feuerball

Dabei handelt es sich um den mittleren, gelben Kreis in der oberen Grafik. Darin würde sich ein atomarer Feuerball mit einem Radius von 2,85 km² ausbreiten, der in nur wenigen Sekunden entsteht und mit einer Durchschnittstemperatur von ungefähr 5000 Grad Celsius alles in sich erhitzt und verbrennt. Ein Überleben in dieser Zone ist unmöglich. Im Falle von Osnabrück würde sich der Feuerball bis Westerberg, Bürgerpark und Gartlage ausbreiten.

Phase 3: Die Druckwelle

Gefolgt von dem unfassbar heißen Feuersturm breitet sich eine innere Druckwelle aus. Eigentlich ist so eine Druckwelle unsichtbar, allerdings reißt sie Gebäude, Schutt und Teile des Bodens mit sich, sodass sie wie eine große, schwarz-graue Wand auf einen zukommen würde. Innerhalb der ersten 9,37 km² ab Ausgangspunkt der Detonation werden sämtliche Gebäude zerstört oder zumindest stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Halle Gartlage, das Krankenhaus und die Universität wären vermutlich Schutt und Asche.

Die gesamte Druckwelle würde sich auf einer Fläche von ca. 41,5 km² ausbreiten. Sie würde damit den Osnabrücker Zoo, die Gesamtschule Schinkel und das Nettebad zerstören. Innerhalb dieser äußeren Welle werden fast alle Gebäude stark beschädigt, ein Überleben ist wenn überhaupt nur mit großem Glück möglich.

Phase 4: Wärmestrahlung

Eine 500 Kilotonnen Bombe würde in einem Gebiet von ca. 196 km² enorme Wärmestrahlung erzeugen. Innerhalb dieses Radius erleiden Opfer Verbrennungen auf und unter der Haut. Diese sind zwar oft schmerzlos, da diese Strahlung die oberen Hautschichten verschont, allerdings verbrennen die Nervenbahnen darunter. Die Folgen sind meist der Tod, Behinderung oder Amputationen.
In dieser Zone werden außerdem leicht brennbare Stoffe entzündet und so kommt es zu neuen Brandherden und Feuerstürmen, die von der immer noch vorhandenen Druckwelle umhergewirbelt werden.

Die Wärmestrahlung würde in diesem Fall sogar noch Lotte und Georgsmarienhütte erreichen. Auf der anderen Seite würde sie kurz vor Bissendorf halt machen, was aber natürlich keine Garantie dafür ist, nicht doch noch dort ein paar Reste ab zubekommen. Hier spielen Faktoren wie die Windrichtung auch eine Rolle.

Phase 5: Radioaktive Verstrahlung

Abschließend bleibt noch die radioaktive Strahlung. In einem Radius von 16,5 km² wird alles hoffnungslos verstrahlt werden. Bei ca. 500 rem Strahlung gibt es in diesem Kerngebiet kaum eine Überlebenschance und Menschen sterben in Stunden, Tagen und sogar noch Wochen später daran. Diese Strahlung wird dann vom Wind weiter getragen und erreicht weit entfernte Gebiete und ist kaum voraussehbar. Die Strahlung nimmt zwar immer weiter ab, allerdings werden die Folgen für Mensch und Umwelt noch Jahrzehnte folgenschwer sein. Die Osnabrücker Innenstadt wäre für lange Zeit eine tote Zone.

Die Hölle auf Erden

Angesichts dieser Zahlen und Fakten ist es kaum auszumahlen, wie es seinerzeit in Hiroshima und Nagasaki gewesen sein muss und was passieren könnte, wenn Nord Korea oder die USA wirklich den Abzug betätigen sollten. Wir würden die Hölle auf Erden erleben und Städte wie Osnabrück wären nur noch Asche, versuchter Boden und eine tote Zone. Hoffen wir, das es so weit niemals kommen wird.

Falls Ihr eine Dramaserie über die Entstehung der ersten Atombombe sehen möchte, empfehlen wir folgende Serie:

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Gerade im Hinblick auf den aktuellen US-Abhörskandal, in dem auch europäische Geheimdienste verwickelt sind, stellen sich viele Internetnutzer die Frage, wie und ob man überhaupt noch anonym und unzensiert suchen kann. Viele Nutzer möchten keine personalisierten Suchergebnisse, beeinflusst durch soziale Netzwerke, sonder einfach schnell, sicher und anonym suchen. Inzwischen gibt es einige Suchmaschinen die genau das versprechen. Hier eine kleine Übersicht.

https://duckduckgo.com/
Diese Suchmaschine ist der zur Zeit wohl populärste Suchdienst, der eine anonyme Suche verspricht und die Privatsphäre schützt. DuckDuckGo liefert die Ergebnisse mehrer Suchmaschinen. Der Sitz des Anbieters ist allerdings  Valley Forge, Pennsylvania, USA, was einen faden Beigeschmack mit sich bringt.

https://www.startpage.com/
Startpage bzw. Ixquick ist eine Suchmaschine mit Sitz in den Niederlanden und verspricht die weltweit wirksamsten Datenschutzrichtlinien. Die Seite liefert Google-Ergenisse, speichert aber keine IP-Adressen und setzt auch keine Cookies.

http://www.semager.de/
Anbieter ist hier eine Marketing-Agentur aus Wuerzburg, die einen Schutz der Privatsphäre verspricht. Semager liefert die Ergebnisse von Yahoo und Bing, speichert aber keine IP-Adressen und hinterlässt auch keine Cookies. In wie weit sich das aber mit dem eigentlichen Geschäftsfeld einer Marketing- und Adwords-Agentur vereinbaren lässt, sei mal dahin gestellt.

http://metager2.de/
Metager2 ist eine Suchmaschine der Universität Hannover. Sie ist eine klassische Metasuchmaschine, in der die Ergebnisse unterschiedlicher Suchmaschinen aufbereitet angezeigt werden. Auch hier sollen keine personenbezogene Daten gespeichert werden.

http://yacy.net/
YaCy verfolgt ein ganz anderes Prinzip des Suchens. Hier gibt es keinen zentralen Server, denn YaCy funktioniert nach dem Peer-to-Peer-Prinzip. Das bedeutet das man eine Software installieren muss, die dann Teil eines Netzwerks wird, in dem die Suche stattfindet. Damit lassen sich dann auch Inhalte finden, die von normalen Suchmaschinen nicht indexiert werden.

Wie wir sehen gibt es einige Anbieter, die uns einen hohen Datenschutz versprechen, aber genau das bleibt es auch: Ein Versprechen. Letzten Endes gehört auch immer ein Stück Vertauen dazu, wobei jeder den Datenschutz seiner Suchmaschine abwägen sollte. Die Frage die sich hier also stellt ist nicht welche Suchmaschine bessere Features bietet, sondern nach dem Anbietern dahinter. Und ich denke man kann hier der Universität Hannover eher vertrauen als einem Anbieter mit Sitz in den USA.

Abschließend sie auch noch einmal gesagt, dass (abgesehen von YaCy) die Suchergebnisse dieser Beispiele nie unzensiert sind. Nehmen z.B. Google oder Bing bestimmte Seiten nicht in ihren Index auf, z.B. weil es dort kriminelle Inhalte gibt, so werden sie auch nicht gefunden. Außer YaCy fällt mir im Moment keine wirkliche, unzensierte Suche ein, wobei ich auch diese selber noch nicht testen konnte.