GameW0rldz – Chuck Ian Gordon / Rezension

Rezensent: Dirk Wendt

Kurze Inhaltsübersicht:
Haran ist ein Krieger in einer mittelalterlichen Welt, zusammen mit seinem Freund Yicca, der Magierin Natasha und zwei weiteren Begleitern planen sie einen Überfall auf eine ägyptische Pyramide um ein Artefakt zu erbeuten. Ihr Gegenspieler ist Gorth, ein mächtiger Bösewicht, dem es gelingt ihnen eine Falle zu stellen. Nur mit einem Trick gelingt es Natasha, der Magierin, sich aus dieser Situation zu befreien. Was weder Haran noch Yicca zu diesem Zeitpunkt wissen, sie sind beide lediglich Teil eines Computerspiels und Natasha ist eine Spielerin, der es durch einen Hack gelang die Situation zu ihren Gunsten zu entscheiden. Doch Haran und Yicca sind mehr als bloße Programme, sie sind, im Gegensatz zu den anderen NPCs (Non Player Character – Nicht Spieler Chraktere) künstliche Intelligenzen, die von einer Softwarefirma im Auftrag des Militärs entwickelt wurden und in den Spielen lernen sollen auf nicht vorhersagbares zu reagieren. Haran beginnt zu vermuten, dass er mehr ist, denn die anderen „Personen in seinem Dorf“ reden die gleichen Sätze immer und immer wieder, andere, wie zum Beispiel Natasha sprechen anders und erwähnen Dinge wie Türklingel und Pizzabote. Natasha zeigt ihm auch Dinge aus anderen Welten, die nicht aus seiner stammen können. Er befreit sich mit Hilfe der Hackerin und fasst den Entschluss auch die anderen KIs aus ihrem Dasein zu holen.

Als das Militär dieses erfährt, fassen sie einen Plan, und befreien ebenfalls eine Künstliche Intelligenz, die sich durch Machtgier, unerbittliche Härte und Bosheit auszeichnet, Zarco. Dieser und sein Gehilfe Gorth, ebenfalls eine KI, beginnen sofort mit der Verfolgung von Haran, Yicca und den anderen mittlerweile befreiten Programmen. Überall wo Haran und seine Freunde auftauchen, egal ob in einer griechischen virtuellen Welt oder in einem Piratenspiel, Zarco ist ihnen auf den Fersen, letztendlich kommt es nicht nur in der Computerwelt zu einem großen Kampf zwischen U-Booten und Bombern aus dem 2. Weltkrieg gegen Raumkreuzer, sondern der Showdown wird in unser Welt ausgetragen.

Meinung:
World of Warcraft trifft auf X³ (wenn man es online Spielen könnte) und sämtliche anderer Online-Games. Die Grenze aus Science Fiction und Realität werden hier vermischt und heraus kommt ein wunderbarer Zukunftsroman. Chuck Ian Gordon schreibt eine gute Erzählung, die mich als Leser sofort an oben genannte Spiele erinnerte und mir das eine oder andere Lächeln, gerade am Anfang auf die Lippen brachte, auch wenn mir bisher kein Haran begegnete. Schon die ersten Sätze erinnerten mich an ein typisches MMORPG, wo man zur Heilung Fläschchen mit roter Flüssigkeit einsetzt um seine Lebenspunkte wieder aufzufüllen und als Heiler oder Magier selbst eine gewissen blaue Substanz trinkt um seine Energien wieder aufzufrischen.

Im Weiteren Verlauf des Buches wird ein Spannungsbogen aufgebaut, der mich dazu animierte weiter zu lesen und bei dem ich mich fragte, werden wir hier in dieser Zukunft irgendwann ankommen, VR-Brillen tragen, Roboter a là I-Robot besitzen, die uns das Leben vereinfachen und „Hirnkristalle“ erfinden, in denen wir die künstlichen Intelligenzen abspeichern um sie dann in Roboter einzusetzen? Ich denke ja, wir werden irgendwann soweit sein.

Wie schon in der Aktualisierung angekündigt, hat der Autor ein Korrektorat beauftragt um die Buchstabenverwechslungen und unvorteilhaft gewählten Satzbauten zu beseitigen. Jetzt gibt es keine negativen Anmerkungen mehr von meiner Seite. Das Buch lohnt sich auf alle Fälle zu lesen, vor allem für Spieler von Massive Multiplayer Onlinespielen, wie auch für Fans von Science Fiction Literatur.

Fazit:
Ein wunderbares Buch, kurzweilig gut zu lesen und spannend geschrieben. Weniger Seiten hätten es nicht sein dürfen, bei mehr Seiten wäre alles vielleicht zu gestreckt und damit langweilig gewesen. Ich kann es empfehlen, gerade für Spieler solcher GameW0rldz ist es eine gute Lektüre und auch der Preis ist durchaus gerechtfertigt.

Aktualisierung (7.10.2012):
Nach dem meine Rezension bei Blackfear veröffentlich wurde, hat der Autor Chuck Ian Gordon zugesichert, dass die genannten Fehler in Zusammenarbeit mit einem Korrektorat beseitigt werden. Er hatte lediglich ein Lektorat ohne Korrektorat vorher beauftragt, dieses trifft keine Schuld für die erwähnten Fehler. Das hier auf die Fehler eingegangen wird und eine positive Rückmeldung erfolgt finde ich schön, es zeigt auch, das Chuck Ian Gordon versucht ein gutes Werk abzuliefern und ihm seine Leser wichtig sind.

GameW0rldz

Preis inkl. MwSt (zzgl. Versand):

3.8 von 5 Sternen (6 Kunden Reviews)

0 Neu & Gebraucht ab

One thought on “GameW0rldz – Chuck Ian Gordon / Rezension”

  1. Pingback: Erste Rezension von GameW0rldz | GameW0rldz
  2. Trackback: Erste Rezension von GameW0rldz | GameW0rldz

Kommentar verfassen