Gipsy: Der Stern des Zigeuners – Rezension / Kritik

Der Splitter-Verlag ruft bekanntlich französische Comics für uns Deutsche zurück ins Leben, was gerade den Leuten zu Gute kommt, die in der Comicwelt nicht ganz so bewandert sind und denen sonst viele gute Geschichten entgangen wären. Und  so ist es auch bei der Gipsy-Reihe, die in Frankreich bereits 1992 erschienen ist.  Darum schauen wir uns heute den ersten Teil der Neuauflage  „Der Stern des Zigeuners“ mal etwas genauer an:

Gipsy: Band 1 - Der Stern des Zigeuners

Worum geht es in dem Comic?
In nicht all zu ferner Zukunft gibt es ein riesiges Ozonloch über der Erde und das Klima, wie wir es kennen, ist zusammen gebrochen. Die Nordhalbkugel ist durch eine neue Eiszeit fast unbewohnbar geworden und in den restlichen Regionen wird die Bevölkerung durch Hautkrebs dahin gerafft. Um die Umwelt nicht mehr so stark zu belasten hat man den Flugverkehr fast komplett eingestellt und anstelle dessen eine großen, den Erdball umspannende Autobahn  gebaut. Diese ist die Heimat des Zigeuners und Lastwagenfahrers Tsagoi, der nach Jahren seine Schwester Oblivia wieder sieht und sie mit auf die Straße nimmt. Dabei muss sie aber feststellen, das Tsagoi ein knallharter Hund ist und nur an sich uns seine Aufträge denkt…

Mein Eindruck:
Als ich „Der Stern des Zigeuners“ durch hatte und zugeklappt habe, dachte ich nur „Wow…“ und habe gar nicht bemerkt, wie die Zeit verfolgen ist. Die Gipsy-Reihe fängt mit diesem Band sehr actionreich an und hält durchgehend dieses schnelle und spannende Leseniveau. Die Dialoge sind kurz, schaffen es aber trotzdem eine gute und auch recht große Geschichte entstehen zu lassen. Und genau so sind auch die Zeichnungen: Sie sind auf der einen Seite sehr detailreich und laden zum langen Betrachten ein, allerdings passiert immer so viel Action, dass man automatisch schnell ließt und schaut.
Zu Anfang ist der Lesefluss etwas befremdlich, da der Hauptprotagonist Tsagoi oft in der dritten Person von sich spricht und Flüche von sich lässt, die selbst ich noch nicht kannte und seine Schwester Oblivia ihn in der Sie-Form anspricht. Aber hat man sich erst einmal an diese Marotten, die ja storytechnisch auch durchaus Sinn machen, gewöhnt wird man mit einem tollen Road-Abenteuer belohnt, bei dem man öfters mal an das LKW-Rennen aus MadMax 2 denken muss. Nur halt nicht in der Wüste, sondern im Polareis. Ob aber so eine Autobahn, quer über die Welt, mit riesigen LKWs unser Klima retten kann sei mal dahin gestellt. Aber hier gilt das selbe wie in  den meisten Action-Filmen. Nicht nachdenken, sondern genießen!

Fazit:
Gipsy – Der Stern des Zigeuners ist der gelungene Auftakt zu einem actionreichen Roadtrip in einer postapokalyptischen Welt.

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Gipsy: Band 1. Der Stern des Zigeuners

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Vielen Dank an den Splitter-Verlag für die tolle Unterstützung!

2 thoughts on “Gipsy: Der Stern des Zigeuners – Rezension / Kritik”

  1. EndzeitHugo says:

    Da ich auf Aktion stehe, könnte das etwas für mich sein. Blöd nur, dass die Comics immer so teuer sind. Aber ich werde mit Gipsy mal antun :D

  2. Sebastian Drewniok says:

    Die Serie ist klasse!
    Hab sie leider nur als Softcover von Carlsen.

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