Ich habe Crossout auf der PS4 angespielt, damit ihr es nicht müsst

PS starke Boliden in einer postapokalyptischen Welt, die sich gegenseitig bekriegen. Das hört sich erst einmal großartig an. Und ähnlich großartig präsentiert sich der Free-to-Play Titel Crossout auch in seinen Trailern:

Das macht Lust auf mehr oder? Ich hatte jedenfalls schon den Benzingeruch in der Nase und habe mich auf großartige Schlachten gefreut, mit meinen eigenen, mehr oder weniger selbst zusammen geschraubten Kampfwagen. Darum habe ich mich um einen BETA-Key für die PS4 bemüht und auch einen bekommen. So weit so gut.

Die Vorfreude war groß und ich konnte es kaum erwarten in den Kampf zu ziehen. Um den Einstieg etwas zu erleichtern hatten BETA-Teilnehmer einen bereits etwas aufgemöbelten Wagen und so konnte ich gleich ein Match starten. Doch Moment mal… ein Match? Ja richtig, Crossout ist ein reines Multiplayerspiel. Zwar werden fehlende Mitspieler durch KI-Kämpfer ersetzt, aber grundsätzlich ist Crossout ein Multiplayerspiel, mit Maps, Raids, Warteschlangen und einem Handelssystem in dem ich mein Ingameloot verhökern kann. Und ja, natürlich kann ich da auch mit Echtgeld mitmischen. Wie in so ziemlich jedem Free-to-Play Titel. Ein richtige Story oder zumindest eine Kampagne sucht man vergebens. Es wird sich nicht einmal die Mühe gegeben auch nur ansatzweise eine halbwegs authentische Welt rund um die Matches zu bauen.

Die Landschaften wirken auf den ersten Blick hübsch…

Wie Seifenkisten auf einem Ölteppich

Naja gut, vielleicht sind die Kämpfe ja ganz spaßig dachte ich, als stürzte ich mich ins Getümmel. Zuerst einmal die Grafik. Sie ist ok. Aber weit weg von toll oder gar schön. Sie ist funktional und typisch für Multiplayertitel auf Performance ausgelegt. Zwar gibt es ein paar hübsche Rauch und Partikeleffekte, aber letzten Endes wirken die Maps ziemlich starr und lieblos. Was mich aber viel mehr gestört hat war das Fahrverhalten der Fahrzeuge. Man braucht den Controller nur antippen und das Gefährt bricht an der ein oder anderen Seite aus. Zwar gewöhnt man sich relativ schnell daran, aber ich komme mir trotzdem vor, als würde ich eine Seifenkiste über einen Ölteppich lenken müssen.

…sind aber starr und leblos.

Das Spiel selber spielt sich ein wenig wie ein Mix aus Destruction Derby und World of Tanks und es scheint scheinbar auch nur diese beiden Typen von Spielern zu geben. Während die einen wie die blöden um einen herum heißen, „snippern“ die anderen mit der Ein-Meter-ein-Meter-zurück-Taktik hinter irgendwelchen Hindernissen oder Verstecken. Kurzweilig macht es sogar durchaus Spaß seine Gegner in tausend Einzelteile zu zerschießen, denn das ist in Crossout eine wirklich tolle Sache. Ich kann jede Waffe, jeden Reifen, einfach alles von meinen Gegnern einzeln zerstören. Es ist schon ziemlich lustig einem Gegner die Waffe vom Dach zu schießen, die beiden Hinterreifen wegzufetzen und dann zuzusehen, wie er versucht vor einem zu flüchten. Süß. Aber schnell auch langweilig.

Fazit:
Crossout ist für Fans kurzweiliger Mutiplayer Matches vielleicht ganz spaßig, für mich als jemand der eine Geschichte erleben möchte aber völlig belanglos und langweilig.

 

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