MAD MAX – Das Spiel im Endzeit-Test

Mad Max Logo

Unterwegs im Wasteland – als Max Rockatansky, besser bekannt als MAD MAX, das war schon immer ein Traum von mir nachdem ich als Kind die ersten Filme gesehen habe. Es gab damals auf dem C64 einige Spiele die sich daran anlehnten und versuchten das Gefühl der Einöde und den Sound donnernder Motoren zu „simulieren“  aber irgendwie waren diese Spiele nie richtig gut. Und dann kam lange, lange Zeit nichts mehr. Zwar gab es in Fallout oder Wasteland ein paar Anspielungen auf MAD MAX, aber im Grunde hatten diese Spiele nicht viel mit den Filmen gemeinsam.  Passend zum Kinofilm Mad Max: Fury Road* hat Warner Bros. vor ein paar Wochen das Spiel MAD MAX* raus gebracht, das allerdings nichts mit dem Film zu tun haben will. Ist klar. Aber egal, ich als Endzeitjunkie musste mich gleich darauf stürzen und ich möchte euch meinen Eindruck nicht vorenthalten. Der ein oder andere hat vielleicht schon auf Facebook meine Fortschritte im Ödland verfolgt.

Kommen wir nun aber zum eigentlichen Spiel. Wie gesagt spielt man Max höchst persönlich und gleich zu Anfang sehen wir ihn mit seinem Interceptor durch die Gegend donnern. Doch es kommt wie es kommen musste, er legt sich mit dem falschen an, sein Wagen wird geklaut, zerlegt und er selber wird in der Wüste zurück gelassen. Glücklicherweise überlebt er aber und tut sich, eher aus der Not heraus, mit einem seltsamen Kauz zusammen, der allerdings ein verdammt guter Mechaniker ist. Gemeinsam mit ihm will er den „Magnum Opus“ erschaffen. Ein Auto mit großer Macht, das es mit alles und jedem im Ödland aufnehmen kann.

Mad Max Wüste

Und dann geht es eigentlich auch schon los. Gemeinsam folgen wir der gut inszenierten Hauptstory in dem Open World Spiel und rasen kreuz und quer durch das Wasteland. Neben den Hauptmissionen ist es unser Hauptanliegen Schrott zu sammeln, mit dem wir unseren Wagen immer weiter aufrüsten können. Hier kann man sich wirklich austoben und sein ganz individuelles Endzeit-Mobil bauen. Schrott bekommen wir z.B. wenn wir feindliche Lager erobern, das Ödland durchsuchen oder kleinere Nebenmissionen abschließen. Ein weiteres Ziel ist es die Kontrolle unseres Feindes in den einzelnen Regionen des Wastelands zu senken. Wodurch dann wieder neue Aufrüstoptionen für unser Auto oder für Max selber freigeschaltet werden.

Und da liegt eigentlich auch schon der Hund vergraben. Denn im Prinzip macht man im Spiel nichts anderes als ein Feindlager nach dem anderen zu erobern, Schrott zu sammeln und noch mehr Schrott zu sammeln. Zwischendurch sammelt man dann noch Schrott. Und hat man dann genug Schrott um seinen Wagen aufzurüsten, kann man noch mehr Schrott sammeln um eigene Festungen auszubauen. Und glaubt mir, spätestens nach der zweiten Festung hat man darauf keine Lust mehr.

Mad Max tunen

Davon abgesehen ist MAD MAX aber unglaublich gut inszeniert und es macht wahnsinnigen Spaß mit seinem eigenen Kampfwagen durch die Wüste zu donnern, dem V6 oder vor allem später den V8 Motor beim blubbern zuzuhören und seine Feinde durch Fahrzeug- und knallharte Faustkämpfe ins Jenseits zu befördern. Das macht einfach nur Spaß und tröstet über das etwas eintönige Missions-Design sehr schnell hinweg.

Sowieso sieht Mad Max sehr gut aus. Die Wüstenlandschaften, die Lager und die Umgebung sind sehr detailliert gestaltet und ein echter Augenschmaus. Teilweise kam es auf meiner PS4 aber zu starken Performance Einbrüchen.  Warner Bros. verspricht hier aber durch Patches schnelle Besserung.

Die Steuerung geht sehr gut von der Hand, das Fahrverhalten fühlt sich relativ realistisch an und hier gibt es so gut wie nichts zu meckern. Einzig und allein die Kameraperspektive nervt in manchen Situationen ein wenig.

Der Sound, … ja der Sound ist großartig. Ich habe mich dabei erwischt minutenlang einfach nur meinem V8 Motor zuzuhören. Wunderbar.

Mad Max Fire

Zusammengefasst kann man sagen, dass MAD MAX als Spiel genau so ein Action-Kracher wie im Kino geworden ist. Wem Sammel-Aufgaben nichts ausmachen, wer auf Endzeit, Autos, schrille Typen und vor allen MAD MAX steht, kann hier nichts falsch machen. Ich denke, so ziemlich jedem Leser dieses Blogs dürfte das Spiel sehr gut gefallen.

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3 thoughts on “MAD MAX – Das Spiel im Endzeit-Test”

  1. Jan Tobias Kitzel says:

    Jeep, klasse Spiel. Hat großen Spaß gemacht. Hier und da ein paar Längen und den V8 hätte man früher kriegen müssen, aber das geht vor lauter Action und in der tollen Inszenierung unter.

    Von mir 8/10.

  2. Patrick says:

    Das Spiel ist richtig gut – im Gegensatz zum (imo) Film.
    Spiel 7,5/10 – und auch zwei Filmbewertungen :-) Mad Max (2015) 2/10. Original Mad Max Film 7/10.

  3. Max says:

    Also mir hat das Spiel ebenfalls sehr gut gefallen, Mad Max Fans kommen hier sicherlich auf ihre kosten.

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