Megalex (Comic) – Blackfear Flashback / Kritik

Inzwischen habe ich euch schon einige Comics im postapokalyptischen Genre vorgestellt. Jetzt gehe ich mal einen Schritt weiter, um zu zeigen, dass es auch waschechte Scifi-Comics (die auf anderen Planeten spielen) gibt, die ein Endzeit-Setting haben: Megalex (Carlsen Verlag GmbH).
Die Trilogie stammt von von Frédéric Beltran und Alexandro Jodorowsky

Megalex (Carlsen Verlag GmbH)

Worum geht es in dem Comic?
Megalex ist der Name des Planeten, auf dem die Geschichte spielt. Eigentlich ist der Planet  eine einzige, gigantische Stadt, in der die Menschen unter einer totalen Überwachung stehen. Sie werden mit Drogen bei Laune gehalten, Nahrung gibt es nur durch Zuteilung des Staates und biologische Fortpflanzung ist strengstens verboten. Die Gesellschaft ist in Kasten unterteilt und jede Stufe hat eine vorgeschriebene Lebenszeit. Das allgemeine Volk darf z.B. nur 40 Jahre alt werden, Soldaten und Polizisten sogar nur ein paar Monate. Natur in Form von Wäldern oder Tieren gibt es fast gar nicht mehr und wenn doch, werden sie als Feinde angesehen.
Jegliches Menschliche Leben wird von einem riesigem Klon-Computer erstellt, allerdings entstehen hier manchmal Fehler, eine so genannte „Anomalie“.  In der Regel werden diese sofort getötet, aber in dem Chaos eines Alien-Angriffs schafft es eine Anomalie zu entkommen und unter zu tauchen. Sie kommt mit Widerstandskämpfern in Kontakt und schließt sich ihnen an. So beginnt der große Kampf um die herrschenden Kräfte zu vernichten und das Gleichgewicht zwischen Technologie und Natur wieder herzustellen…

Megalex (Carlsen Verlag GmbH)

Mein Eindruck:
Megalex ist ein sehr eigenwilliger Comic, darum sollte man vielleicht als erstes erwähnen, dass er grafisch und zeichnerisch fast perfekt umgesetzt ist. Die Zeichnungen könnten glatt einem Kinofilm entstammen und sind richtig hübsch anzusehen. Für den ersten Band dieser Trilogie ist es aber schon das einzig Positive, was ich berichten kann. Ein Geschichte gibt es kaum, die Dialoge sind mehr als albern und man hat das Gefühl das der Focus des Comics nur auf die großen Brüste der Frauen liegt. Irgendwie hatte ich den Eindruck , man versucht hier die schlechte Geschichte mit nackten Tatsachen zu kompensieren…
Band Zwei macht einiges besser. Hier wird deutlich weniger Wert auf große Oberweiten, sondern endlich mehr auf die Story gelegt. Die Dialoge insgesamt wirken erwachsener und schaffen es die Geschichte langsam in Schwung zu bringen. Hier kristallisiert sich dann auch der Plott „Technik gegen Natur“ raus und das Interesse des Leser wird nach und nach geweckt mehr über diese Welt zu erfahren. Im dritten Teil kommt es dann zum großen „Showdown“. Auch hier wurde aus vergangenen Fehlern gelernt. Hier heißt es also, weniger Brüste, mehr Handlung. Schade dass diese dann aber  sehr oberflächlich und klischeehaft bleibt. Richtig Spannung kommt (zumindest bei mir) nicht auf. Klar, sind die Kämpfe gut gemacht und auch recht brutal, aber dieses „Eintauchen und Mitfiebern“ fehlt fast komplett. Dafür gibt es einfach zu viele Sprünge in der Geschichte. Eigentlich schade, denn die Stadt Megalex hätte sehr viel Erzählpotential! Immerhin sei noch gesagt, dass ich es gut finde, dass die Comic-Trilogie wenigstens in sich geschlossen ist und ein ordentliches Finale hat. Naja, der dritte Teil hat deshalb schon Spaß gemacht…

Fazit:
Megalex ist grafisch ein Glanzstück, die eigentliche Handlung kann allerdings nicht so recht überzeugen. Wer aber kurzweilige Scifi- / Endzeit-Unterhaltung sucht und nicht all zu viel nachdenken möchte, kann bei dem recht günstigen Preis zugreifen.

Hier zu bestellen:
Megalex Trilogie
Alternativ direkt beim Verlag: Zum Shop!

Vielen Dank an Carlsen Verlag GmbH für die zur Verfügungstellung!

One thought on “Megalex (Comic) – Blackfear Flashback / Kritik”

  1. Elliot says:

    Also die Bilder sehe ja schon cool aus. Ich habe mir die ersten beiden Bände gebraucht bestellt. Ob ich mir den neuen Teil dann kaufe entscheide ich erst dann :)

Kommentar verfassen