Metronom Bd. 1: Nulltoleranz (Comic) – Blackfear Flashback / Kritik

In den letzten Tagen habe ich euch zwei postapokalyptische Comics vorgestellt. Und da die Resonanz ziemlich groß und vor allem sehr positiv war, werde ich nun öfters Comics im Endzeit-Genre unter die Lupe nehmen. Dieses mal möchte ich aber in eine etwas andere Richtung gehen und eine waschechte Dysopie vorstellen:  Metronom Bd. 1: Nulltoleranz (Splitter-Verlag / Gesamtkatalog)
Der Autor ist Éric Corbeyran, der Zeichnungen stammen von Grun.

Metronom Bd. 1: Nulltoleranz (Splitter-Verlag)

Worum geht es in dem Comic?
Die Zukunft ist düster: Die Menschen in Europa leben in großen, völlig überfüllten Städten und werden von einem totalitären Überwachungsapparat regiert. Jegliche Individualität wird zu Gunsten der „Gemeinschaft“ zerstört und der Anschein einer Demokratie wird durch „Die Elektronische Wahl“ mit viel Mühe aufrecht gehalten.
In diesem Überwachungsstaat versucht eine junge Frau das mysteriöse Verschwinden ihres Mannes aufzudecken. Dabei bekommt sie durch Zufall Hilfe von einem Reporter, der allerdings unter Verdacht steht durch einen metaphorischen, staatskritischen Kinderroman dem Regime schädigen zu wollen. Gemeinsam stoßen sie im Laufe der Nachforschungen auf eine mysteriöse Entdeckung, doch aufgrund der Staatsgewalt kommen sie nicht weit…

Metronom Bd. 1: Nulltoleranz (Splitter-Verlag)

Mein Eindruck:
Von Außen macht Metronom einen ausgezeichneten Eindruck: Das Artwork auf dem großen Hardcover ist düster, stimmig und bereitet perfekt auf die Stimmung des Comics vor. Die Zeichnungen führen dies in konsequenter Weise fort. Alles ist in den dunklen Blau – oder Brauntönen gehalten. Dabei sind sie sehr detailreich und deutlich zu erkennen.
Metronom lebt aber nicht nur von den tollen Grafiken. Hier steht eindeutig die spannende Geschichte im Vordergrund. Éric Corbeyran erschafft mit dem Comic einen erdrückenden Überwachungssaat, dessen Umfang und Vorgehensweise in filmreifen Dialogen geschickt erzählt wird. Irgendwie musste ich ein wenig an 1984 (George Orwell) und Equilibrium denken. Sowieso ließt sich der Comic ungewöhnlich flüssig und man kommt sich öfters vor, als schaue man einen Film. Die Szenenwechsel und Off-Kommentare unterstreichen dies nur.
Ich muss wirklich sagen, dass mich die Geschichte um die junge Frau, dessen Mann verschwunden ist, dem anarchistischem Reporter und vor allem dem totalitären Staatsregime nicht mehr losgelassen hat. Ich war schon fast etwas traurig, als ich die 56. und damit letzte Seite durch hatte…

Fazit:
Metronom ist der gelungene Auftakt einer dunklen, dystopischen Trilogie. Die Geschichte und düstere Stimmung lassen einen mehr los und man kann es kaum erwarten die Fortsetzung in den Händen zu halten.

Hier zu bestellen:
Metronom 01 – Nulltoleranz

Info:
Der Comic wird insgesamt aus drei Bänden bestehen. Band 2 ist zur Zeit in Arbeit.

Einen Trailer gibt es übrigens auch:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_profilepage&v=som5C78OzAc

Vielen Dank an Splitter-Verlag für die zur Verfügungstellung!

3 thoughts on “Metronom Bd. 1: Nulltoleranz (Comic) – Blackfear Flashback / Kritik”

  1. Daniel Petersen says:

    Hört sich gut an! Wie kommst Du nur an solche Comics?

    1. Thompsen says:

      einfach mal bei Amazon stöbern ;)

  2. DavidHH35 says:

    Hallo! Danke für die Comic-Tipps. Ich kannte sowas vorher auch nicht. Ich habe gerade mal eine Bestellung bei Amazon betätigt. Ich bin schon gespannt, wenn sie hier sind. Dann melde ich mich nochmal. :-) Übrigens: Ein dickes Lob für die tolle Seite!!!!

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