Online-Lesetipp: „Undercover in Nordkorea“ auf focus.de

Auf focus.de gibt es aktuell einen Artikel, den Ihr unbedingt lesen solltet. Es geht darin um einen anonymen Autor, der Undercover durch Nordkorea reist und uns seinen Eindruck von dem abgeschotteten Land mitteilt. Beim Lesen musste ich die ganze Zeit an George Orwell’s 1984 denken und war erschrocken, wie weit die nordkoreanische Gesellschaft und deren Denken an dieses Buch heran reicht:

Er kam als falscher Freund. Und ging als echter Gegner. Dazwischen suchte unser Autor: die Wahrheit in Nordkorea. Natürlich unter strikter Aufsicht des Regimes. Was er sehen durfte, war nicht das Grauen. Aber dessen scheußlich dumme Maskerade. Ein Ausflug in die Banalität des Bösen. Weiter lesen auf focus.de

3 thoughts on “Online-Lesetipp: „Undercover in Nordkorea“ auf focus.de”

  1. Nexus says:

    Hm, der Focus-Artikel hat mir nicht so gut gefallen und kam mir ziemlich Bild-mäßig vor. Die Wortwahl des Autors ist stark gefärbt und lässt an Sachlichkeit stark zu wünschen übrig. Wie viel nun Projektion der Erwartungen des Autors und tatsächliche Realität ist, ist damit nicht auseinanderzuhalten. Allein schon die Wortwahl „Reich des Bösen“ (Die Formulierung kenne ich aus platter amerikanischer Kriegspropaganda) und den schlechten Anspielungen auf das Imperium aus Krieg der Sterne wirkt geradezu satirisch und finde ich angesichts der üblen Zustände in dem Land geschmacklos. Die diversen Belustigungen über die im Vergleich zum Westen anderen Lebensumstände lassen das auch nicht besser aussehen.
    In meinen Augen ziemlich miese journalistische Arbeit, die für eine vernünftige Auseinandersetzung wertlos ist.

  2. Thompsen says:

    Zugegeben, der Bericht ist sehr subjektiv. Aber gerade durch Aussagen wie “Reich des Bösen” wurde meine Aufmerksamkeit geweckt und ich wollte wisse, was es damit auch sich hat. In wie fern das alles der Realität entspricht, zumal ich mich frage, warum nicht mal heimlich ein paar Fotos gemacht wurde, sei mal dahin gestellt.
    Trotzdem bin ich mir sicher, das der Artikel im Großen und Ganzen das widerspiegelt, was der Autor erlebt und gefühlt hat. Und dabei musste ich immer wieder an das Buch 1984 denken.

  3. Shaun says:

    Sehr interessanter Bericht, danke für den Tipp!

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: