Roadkill – Zombie-Novelle – Rezension

Roadkill (Zombie-Novelle) von Sönke Hansen

Rezensent: Dirk Wendt

Inhalt:
Dave ist ein Looser, hat kaum Freunde, sein Vater will ihn nicht und von seiner Mutter ist er abgehauen.

Es klingelt an der Tür, Daves einziger Freund besucht ihn. Als es nach einem kurzen Moment, in den die beiden typische Freundschaftsbekundungen austauschen wie: “Dave, du brauchst ne Putze.“…“Du musst mich ja nicht besuchen kommen.“ erneut klingelt.

Dave schaut aus der Tür hinunter in den Hausflur des Wohnhauses, sein Blick trifft auf einen Kampf der sich unten an der Haustür ereignet. Erst wenige Augenblicke später wird ihm, als er Blut und abgerissene Körperteile entdeckt, klar, was sich unten im Flur abspielt. Ein Mann wird vor seinen Augen von einem Muskelberg in den Hals gebissen, das Blut sprudelt. Der Anzugträger, das Opfer blutet noch aus einer anderen Wunde am Bauch. Nur wenige Schritte weiter von dieser Szenerie stürzen sich mehrere Männer auf eine Frau, begraben diese unter sich und das Blut spritzt zwischen ihnen hervor.

Dave und Jesper erahnen, was dort vor sich geht ist nicht normal und sie ergreifen die Flucht. Von den Bildern gezeichnet wird Dave ohnmächtig. Als er wieder erwacht, schaut er in das Gesicht eines Uniformierten.

Meinung:
So beginnt die Novelle Roadkill von Sönke Hansen. Eine Geschichte voller Tempo, Spannung und Action, gewürzt mit einigen Wendungen und einem Ende, das nicht so ist, wie man erwartet.

Bevor ich dieses Buch anfing zu lesen, hatte ich mich natürlich schon vorher ein wenig informiert worum das Buch geht, wer der Autor ist und wie andere Leser die Geschichte fanden. So gehe ich immer vor um zu sehen, was finden andere Leser gut oder nicht, um mir dann meine eigene Meinung zu bilden.

Bei Amazon kann ich einigen Personen kein Recht geben, wenn diese schreiben, das Buch sei zu kurz oder die Beschreibungen der Orte seien nicht detailreich genug. Die Novelle wurde aus der Ich-Perspektive des Protagonisten Dave geschrieben, es ähnelt einem Bericht und erzählt die Abenteuer und Ereignisse während der Zombie-Apokalypse. Dave und Jesper flüchten während der Reise aus Andernach bis nach Eckernförde. Das ist in der Geschichte wunderbar umgesetzt und mal ehrlich, wer, wenn er vor einer Horde Untoter flüchtet, kann sich unter so einem Druck genau umsehen bzw. wissen wir nicht alle wie ein Rastplatz an der Autobahn ausschaut? Oder eine Toilette?

Daher stört es nicht, wenn die Umwelt nicht so genau beschrieben ist, dafür sind, meiner Meinung nach die Zombies wunderbar in Szene gesetzt, auch die eine oder andere Hauptperson sind gut beschrieben, natürlich fehlt es dort auf Grundlage der Kürze der Novelle an Tiefe. Dave ist ein Loser, der an Lungenkrebs leidet und das mit 28 Jahren. Er ist ein „Bastard“ der seine Mutter verlassen hat und von seinem Vater ein Schweigegeld kassiert, damit nicht herauskommt, dass Dave existiert. Muss noch mehr Tiefe rein? Ich finde nein, denn mehr zu wissen in einem Road-Roman lohnt nicht. Es wird versucht zu überleben, es gelingt und das Buch endet auf die eine oder andere Art und Weise. Wer wissen will wie…kauft und lest es :-)

Fazit:
Das Buch ist auf jeden Fall seinen Preis sowohl als Papierdruck wie auch als Kindle-Edition wert. Es ist kurz und eignet sich sehr als Lektüre für zwischendurch. Ich hätte gerne noch gewusst wie es mit der Welt weitergeht. Vielleicht erfährt man es ja irgendwann noch mal.

Roadkill (Zombie-Novelle)

Preis inkl. MwSt (zzgl. Versand): EUR 0,86

4.0 von 5 Sternen (13 Kunden Reviews)

2 Neu & Gebraucht ab EUR 0,86

Kommentar verfassen