Sustainable Impact – Rezension

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Buch: Sustainable Impact – Ein globales Endspiel

Rezensent: Dirk Wendt

Inhalt:

Richard Hirlinger bekommt eine Chance, die einem Doktoranden der Astronomie nicht jeden Tag widerfährt. Er hat die Möglichkeit auf dem Cerro Paranal, einem Berg im Chile, welches das Paranal-Observatorium der Europäischen Südsternwarte beherbergt  Messungen für seine Doktorarbeit durchzuführen.

Der Doktorand lernt dort den Leiter des Observatoriums kennen, Paul Rodriguez, der ihn gleich in seinen Bann zieht. Das Thema der Doktorarbeit, die Exoplaneten -Forschung, ist Teil an dem auch Paul arbeitet.

Auf dem Rundgang durch die Teleskope eröffnet Paul Richard, dass etwas passieren würde, was die Welt, die Menschheit für immer verändert. Er sagt ihm aber nicht genau was, er spricht von einem Kometen, Yepun genannt. Zu mehr soll es nicht kommen, denn durch einen Verkehrsunfall kommt der Leiter des Observatoriums ums Leben. Wirklich ein Verkehrsunfall? Die Indizien, die Paul findet zusammen mit dem Kommentar von Paul, dass sich die Menschheit auf Veränderungen gefasst machen müsse überzeugen Richard davon, dass noch mehr hinter alle dem stecken  muss. Seine Nachforschungen ergeben, dass der Meteor Yepun in ca. 16 Monaten mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit die Erde treffen und die Möglichkeit besteht, dass die gesamte Menschheit ausgerottet wird.  Um sicher zu gehen, dass er sich nicht irrt fast er den Entschluss seinen Doktorvater davon zu erzählen, auch in der Hoffnung er würde einen Fehler in seinen Berechnungen finden. Dem scheint es aber nicht so und Richard findet sich wieder in einem Abenteuer mit vielen Wendungen, die sehr überraschend sind und in einem großartigen Finale enden.

Meinung:

Ich muss ehrlich gestehen, bei diesem Buch bin ich sehr zweigeteilt. Einerseits ist die Geschichte, gerade der Wendungen wegen interessant und auch gut lesbar, andererseits muss ich leider sagen, dass mich einiges etwas genervt hat.

Als Rezensent vertrete ich hier natürlich meine Meinung über das Buch, und somit bin ich subjektiv, obwohl ich immer versuche ein großes Maß an Objektivität in meinen Rezensionen einfließen zu lassen.

Ein Autor hat die Aufgabe seinen Leser durch die Geschichte zu tragen, er muss davon ausgehen, der Leser seiner Worte versteht nicht alles, was geschrieben steht. Also muss der Text so geschrieben werden, dass der Lesende möglichst wenig Fragezeichen in den Augen hat. Diesen Grundsatz hat auch Marc F. Bloom befolgt, leider in meinen Augen zu sehr. Seine Erklärungen aus dem Bereich der Astronomie sind für einen Nicht-Astronom zu tiefgehend und sorgen nach einigen Seiten eher für Verwirrung. Leider muss ich sagen. Die Geschichte hätte kürzer ausfallen können, wenn das richtige Verhältnis zwischen Erklärungsversuchen und Handlung gefunden worden wäre.

Ein zweiter Punkt, in einigen Kapiteln werden die Protagonisten der jeweiligen Kapitel durchgehend seitenweise mit Vor- und Nachnamen benannt, dass ich an deren Ende schon wirklich zu mir sagte, ja ok, nun weiß ich wie der Name der Person lautet, ich muss es nicht noch mal lesen.

Ab ca. 50% des Romans weht dann aber plötzlich ein anderer Wind. Die Geschwindigkeit der Handlung nimmt beträchtlich zu, es kommt zu Wendungen in der Geschichte und langsam entwickelt sich ein Umwelt-Thriller vom feinsten. Genau das hätte ich mir von der ersten Seite an gewünscht, dass es möglich gewesen wäre zeigt Marc F. Bloom in der zweiten Hälfte eindeutig. Hier werde ich nicht zu viel verraten, nur soviel, es lohnt sich zu lesen, denn ein jeder von uns sollte über das Thema eines „Zivilisationsuntergangs“ nachdenken. Es betrifft uns alle, vielleicht eher früher als später.

Fazit:

Wie oben geschrieben stehe ich dem Roman etwas zwiespältig gegenüber. Die ersten 50% haben sich für mich zäh gelesen, gerade wegen der weitschweifenden Erläuterungen. Die zweiten 50% waren spannend und unterhaltsam. Wer sich für Astronomie und dem Szenario eines Meteoriteneinschlages interessiert, dem kann ich ohne Probleme zur Geschichte raten. Wer einen Umwelt-Thriller lesen möchte, dem kann ich auch zu dem Roman raten, wenn er sich nicht an den oben geschriebenen stört. Die 4,99€ ist das Buch auf alle Fälle wert.

Sustainable Impact – Ein globales Endspiel: Thriller

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3.9 von 5 Sternen (12 Kunden Reviews)

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