Counter-Strike gegen Zombies, statt gegen Terroristen. Das Ganze dann auch noch in der enhanced Source engine. So kann man Counter-Strike Nexon: Zombies am besten beschreiben. Was sich vor gut 10 Jahren noch wie ein Traum lesen würde, dem stehe ich heute mit gemischten Gefühlen gegenüber. Ich habe früher Counter-Strike geliebt, aber wie gesagt nur früher. Und Zombies liebe ich heute noch, allerdings gibt es da schon eine ganze Menge Spiele nach diesem Prinzip. Fakt ist jedenfalls, dass am 23. September Counter-Strike Nexon: Zombies erscheint und zwar free-to-play. Das ist zumindest ein Grund mal rein zu schauen:

In vielen Online-Foren machen sich allerdings schon jetzt Spieler luft, da sie befürchten das es wieder mal ein Pay 2 Win Titel wird, ähnlich wie es bei anderen Spielen aus dem Haus Nexon bekannt ist. Wir erinnern uns nur einmal an Warrock, was zu Anfang ein richtig guter gratis Shooter war, den man mit Pay 2 Win Inhalten völlig unspielbar gemacht hat. Mein Appell daher an Nexon, bzw an alle Publisher und Entwickler dort draußen: Hört auch mit diesem ganzen Free2Play bzw. Pay2Win- Mist und verlangt einfach Geld für eure Spiele. Einmalig und gut ist.

Ich bin mir sicher, dass vielen Fans schon bei der Überschrift dieses Postings die Hutschnur hochgeht, aber die vierte Staffel meiner (Ex-) Lieblingsserie war einfach nur enttäuschend. Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich bereits die technische Umsetzung, um genau zu sein die Synchronisation kritisiert. Ich erntete dafür Spott und Häme in einigen Kommentaren, aber ich stehe nach wie vor dazu. In einigen Episoden war die deutsche Syncro so verdammt schlecht, dass ich schon fast abschalten wollte. Aber gut, ich möchte hier nicht auf die Technik rumreiten, denn bei The Walking Dead geht es um viel mehr, die Geschichte.

Eigentlich bin ich ein großer Fan des Franchises, habe alle Comics, lese die Bücher und besitze sogar dieses merkwürdige Brettspiel. Alles in allem finde ich die Geschichte rund um Rick und seinen Sohn Carl sehr interessant und spannend, nur leider nicht in der TV-Serie. Die ersten beiden Staffel fand ich großartig, die dritte war mir schon zu sehr in die Länge gezogen, aber die aktuelle, vierte Staffel hat die Erzählweise einfach auf die Spitze getrieben. Die Story wurde so verdammt langsam und zäh erzählt, als wollten die Autoren jedes noch so unspektakuläre Ereignis ausschlachten um die Serie in ihrer Gesamtheit unendlich in die Länge zu ziehen. Selbstverständlich ist The Walking Dead eine Serie in der die Charaktere und deren Entwicklung bzw. Beziehungen im Fokus stehen. Das ist auch gut so, aber inzwischen wissen wir, dass man so etwas deutlich spannender gestallten kann. Breaking Bad, The Shield und ähnliche zeigen, wie man Charaktere in den Fokus stellt, wie man seine Zuschauer mitfiebern lässt. The Walking Dead versucht genau dies aufzugreifen, zieht sich dabei aber inzwischen wie ein zäher Kaugummi hin, der an Langeweile kaum zu übertreffen ist.

Lediglich das Staffelfinale gibt wieder etwas Grund zur Hoffnung. Die duale Erzählweise in den zwei Zeitlinien hat Abwechslung in die Episode gebracht und so für eine deutlich schnellere, dynamische Storyline gesorgt. Ricks Entwicklung wurde auf den Punkt gebracht, ohne sie noch einmal auf fünf weitere Episoden auszudehnen. Und es ist endlich mal was passiert. Die Gruppe ist wieder zusammen, zumindest mehr oder weniger, Terminus wurde erreicht und Rick wird wieder der Anführer, der wirklich alles tut um seinen Sohn zu schützen. So will ich jede Folge The Walking Dead erleben. Die Handlung soll einfach etwas zügiger voran kommen und durch geschickte Elemente wie solche Rückblicke ist es so trotzdem möglich Tiefe in die Serie zu bringen. Allerdings fehlt auch hier wieder die Überraschung. Es ist einfach zu Offensichtlich was Terminus ist und was für Menschen dort leben. Das war es schon als Glenn dort ankam.

Leider rettet aber eine einzige gute Episode keine komplette Staffel und so muss ich ehrlich zugeben, dass mich die vierte Staffel dermaßen gelangweilt hat, das The Walking Dead längst nicht mehr den Stellenwert bei mir hat, wie es noch vor gut einem halben Jahr hatte. Klar sprengte die aktuelle Staffel mal wieder alle Einschaltquoten, aber das liegt meiner Meinung nur daran, dass AMC (und in Deutschland FOX) alles daran setzten den Hype um die Serie künstlich am Leben zu erhalten. Egal wo oder was man liest und sieht, früher oder später stößt man immer auf The Walking Dead. Das Werbebudget ist unfassbar hoch, aber ich würde mir wünschen, dass dieses Geld eher in bessere Autoren und eine bessere deutsche Syncro gesteckt wird.

Ich bin gespannt wie es weitergeht… und wenn sich nichts ändert, ob die Serie über kurz oder lang untergeht.

Ich bin immer wieder begeistert was für tolle Projekte einige Künstler erschaffen! Der in London lebende Grafiker Donal O’Keeffe hat eine Reihe von  „Zombie Survival Vehicles“ konzipiert, die an Awesomeness kaum zu übertreffen sind. Übrigendes gibt es sie auch als qualitativ hochwertige Printverseionen in seinem Shop. Wer also noch kein Weihnachtsgeschenk hat, sollte zugreifen ;)

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Drüben bei den Zombieverrückten auf zombie-planet.de bin ich gerade auf einen tollen Independent Film gestoßen:  Zomblies! Mit einem Budget von gerade mal  12.000€ hat Regisseur David M. Reynolds mit seiner Crew einen wirklich ansehnlichen Film gedreht.

Über den Film:
When a private militia’s rookie zombie hunters send out a distress call, it’s up to the Rangers to cross The Wall and bring them back as well as uncover the truth about a terrifying new breed of zombie.

Hier könnt Ihr euch den Film anschauen:

Wer mag kann sich den Film auch in höherer Qualität bestellen:
YouTube quality not enough? Stream AND download the full movie in 1080p right now for just $2.99: http://www.zomblies.com