Transmetropolitan, Bd. 1: Schöne neue Welt – Rezension / Kritik

TransmetropolitanEigentlich war mir Transmetropolitan schon immer ein Begriff. Ich wusste dass es ein Cyberpunk-Comic ist und ich wusste dass so ein Typ mit einer zweifarbigen Brille die Hauptrolle spielt. Aber ehrlich gesagt war mein Wissensstand über diese hochgelobte Reihe damit auch schon ausgebeutet. Als ich beim Panini-Verlag dann über diese Reihe gestolpert bin war meine Neugierde aber gleich wieder geweckt und ich musste dies Ausgabe Bd. 1: Schöne neue Welt unbedingt in meinen Händen halten. Doch wird die doch schon in die Jahre gekommene Reihe in dieser Neuauflage dem Kultstatus gerecht? Schauen wir mal…

Worum geht es in dem Comic?
In Transmetropolitan  geht es um den exzentrischen Journalisten Spider Jerusalem. Er ist ein berühmter Autor und lebt nach einem Bestseller zurückgezogen auf einem Berg, umgeben von fast unberührter Natur. Doch ein Vertrag mit seinem Verleger zwingt ihn dazu weitere Bücher zu schreiben und so muss er wieder in die „Große Stadt“ zurück kehren um sich inspirieren zu lassen. Er findet auch sofort einen Job bei einer großen Zeitung und startet dort die Kolumne „Ich hasse diese Stadt“ und schreibt provozierende Artikel, die die Missstände in der riesigen Stadt aufzuzeigen.
Dabei macht er sich aber eine Menge Feinde und schon bald muss er um sein Leben fürchten. Aber Spider Jerusalem hat seine ganz eigene Art damit umzugehen…

Meine Meinung:
Als ich diesen ersten Band von Panini in den Händen hielt war ich schon allein wegen des Umfangs beeindruckt. Er umfasst ca. 250 Hochglanzseiten, ist in einem schicken Hardcover verpackt und enthält die US-Hefte Transmetropolitan 1-12. Es gibt also eine Menge Stoff zu lesen und das macht eine Menge Spaß!
Spider Jerusalem ist ein Anti-Held der in einer völlig kaputten Cyberpunk-Welt lebt. Er raucht, nimmt Drogen, ist ausschweifend exzentrisch, unberechenbar und hat ein enormes Wissen über die Vorgänge und politischen Zusammenhänge in der gigantischen Stadt. Der Titel seiner Kolumne „Ich hasse diese Stadt“ beschreibt auch sehr gut seinen Umgang mit der Gesellschaft. Er ist respektlos, rachsüchtig, aber auf der anderen Seite auch wieder sehr bemüht bestehende Missstände aufzudecken und so den Menschen die Augen zu öffnen.
Ebenso faszinierend ist die Welt in der er lebt. Angesiedelt irgendwo im 23. Jahrhundert schlägt er sich mit einer hoch technisierten, gesellschaftlich aber völlig zerfallenen Menschheit herum. Er ist schwer zu sagen was spannender ist. Der Charakter Spider oder die Zukunft in der er lebt. Im Prinzip ist es aber das Zusammenspiel dessen. Stellt euch einen kaputten Typen, der in einer noch kaputteren Stadt lebt und versucht auf eine noch viel kaputtere Art und Weise die Welt zu verbessern vor. Das ist Transmetropolitan.
Erzählt wird das Ganze mit einer großen Portion schwarzem Humor und allein die Gestiken und Mimiken von  Spider Jerusalem treiben einem die Tränen vor Lachen ins Gesicht. Allerdings ist der Mix aus Gewalt und Fäkalhumor auch nur etwas für Hartgesottene. Wer sich aber auf diese kranke Welt einlässt und einen Sinn für Cyberpunkt hat wird Transmetropolitan lieben.

Fazit:
Transmetropolitan hat den Kultstatus unter den Cyberpunk-Comics mehr als verdient. Eine kranke Zukunftsvision mit einem durchgedrehten Enthüllungsreporter im Mittelpunkt. Das Ganze dann auch noch visuell grandios Umgesetzt. So wünsche ich mir das!

Hier geht es zur Leseprobe!

Transmetropolitan, Bd. 1: Schöne neue Welt

Preis inkl. MwSt (zzgl. Versand): EUR 29,95

5.0 von 5 Sternen (3 Kunden Reviews)

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5 thoughts on “Transmetropolitan, Bd. 1: Schöne neue Welt – Rezension / Kritik”

  1. Chris says:

    Es gibt keinen wie Spider ♥

    1. Thompsen says:

      Echt nicht, aber einer kommt schon nah dran. Es gibt da einen Blogger, manche nennen ihn Doc, der schreibt manchmal ähnlich coole, provozierende Dinge, zu letzt zum Beispiel über den Datenschutz (Xbox One / Google) ;)
      Der lebte zwar auf keinen Berg, dafür geht er aber regelmäßig wandern :D

  2. Maik, Webdesigner says:

    Will mir den Comic auch kaufen aber weiß nich ganz ob ich echt 30€ dafür ausgeben will. Es klingt so interressant … hmmm …
    naja ich guck ma wieviel ich am ende des Monats so auf der Kante hab und dann evt.

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