Tschernobyl-GAU: Auswirkungen auf kubanische Geburten?

Nach mehr als zwei Jahrzehnten nach dem Tschernobyl-GAU sorgt das Unglück schon wieder für Schlagzeilen, dieses mal aber aus Kuba. Das dortige, staatliche Hygiene-Institut Havanna hat auf eine ungewöhnliche Statistik aus dem Jahr 1987, also einem Jahr nach dem Unfall, hingewiesen. Demnach sind in diesem Zeitraum viel mehr Jungen als Mädchen in dem sozialistischem Land zur Welt gekommen. Dieses Anomalie ließ sich auch in anderen von dem nuklearen Fallout betroffenen Gebieten beobachten, doch Kuba liegt weit entfernt von Ukraine.
Den Wissenschaftlern zur Folge soll es aber eine einfache Erklärung dafür geben. So gehen sie davon aus, das aus der Ukraine oder Osteuropa importierte, teils verseuchte Lebensmittel Schuld waren. Der weibliche Embryo reagiert viel sensibler auf Strahlenbelastungen als männliche, wodurch in der Geburtenrate ein Ungleichgewicht entstand.

Weitere Infos dazu findet Ihr in dem aktuellen Artikel der taz: http://taz.de/Befund-zu-radioaktiver-Strahlung-/!103084/

Kommentar verfassen