Untot – Ein „Groschenroman“ mit Zombies

Untot_EisenfaustGroschenromane… sind das nicht diese kleinen, dünnen Heftchen, die meine Oma immer liest? Die Frage werden sich sicherlich einige von euch nun stellen. Aber genau die meine ich. Zugegeben, die Hefte haben ihren Ruf weg. Was viele aber nicht wissen, ist das es neben dem Bergdoktor oder Dr. Stefan Frank auch richtige hochwertige Geschichten im SciFi- oder Horror-Genre gibt. Ein tolles Beispiel ist MADDRAX, dessen Reihe eine fantastische postapokalyptische Geschichte erzählt. Allerdings gibt es darin etwas, was vielen von euch ganz bestimmt fehlen wird: Zombies! Und genau hier kommt „Untot“ von Rufus Ziegelstein ins Spiel. Aufgemacht wie ein klassischer Groschenroman will uns diese Reihe eine packende Zombie-Geschichte erzählen. Aber klappt das? Wir haben den ersten Band für euch gelesen…

Worum geht es?
Nach einem dritten Weltkrieg hat sich die Menschheit fast halbiert und die Zivilisation befand sich gerade im Wiederaufbau, doch da kam schon die nächste Katastrophe in Form einer globalen Zombie-Pandemie auf die bereits gebeutelten Überlebenden zu. Erneut brach die zivilisierte Welt zusammen und die Menschheit muss wieder um ihr Überleben kämpfen. Im Mittelpunkt der Romanreihe stehen die „Viktorias“, eine Art paramilitärische Gruppe, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Menschen in ihrer Umgebung vor den Untoten zu schützen und die Ordnung halbwegs aufrecht zu halten. In diesem ersten Band geht es um den Soldaten „Dog“ der mit seinem Fahrzeug mitten im Zombiegebiet liegen bleibt und sich einen Weg zurück zu seinem Stützpunkt frei kämpft. Dabei bekommt er unerwartete Hilfe und eine actionreiche Flucht beginnt…

Mein Eindruck:
Wie man meinem Intro vielleicht schon entnehmen kann habe ich leichte vorbehalte gegenüber Groschenromanen. Ich habe da einfach schon zu viel Schund gelesen und war aber gerade auch deswegen sehr gespannt auf „Untot“. Was hat mich also erwartet? Die Aufmachung ist wie man es kennt, ein kleines Heftchen, ca.66 Seiten und eine relativ große Schrift, damit man es auch noch gemütlich im Liegestuhl im Schwimmbad, im Bus zur Arbeit oder wo auch immer lesen kann. Jedenfalls viel handlicher als einen dicken Roman oder einen E-Book-Reader. Sowas mag ich, vielleicht ist das auch ein Grund warum ich gerne kurzweilige Comics lese.
Kommen wir nun aber zum Wesentlichem, der Story. „Untot“ versetzt den Leser sofort in mitten des Geschehen. Die Hintergründe über die Zombieapokalypse und die Welt an sich werden nur in kleinen Bruchstücken angerissen. Hier steht eindeutig die momentane Handlung im Vordergrund und hier zeigt „Untot“ auch seine Stärke. In einfachen, aber dennoch durchdachten Sätzen kommt die Geschichte um die die Autopanne und die Flucht vor den Untoten schnell ins rollen. Die Umgebungen werden dabei immer gut beschrieben und vor den Augen des Lesers bildet sich sofort ein virtuelles Bild der Szenerie. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive, was ich persönlich sehr mag, da ich einfach besser mitfiebern, mitfühlen kann. Und genau davon lebt „Untot“. Schnelle Aktion in der man sich hinein versetzten kann und kurzweilig unterhalten wird. Das Zombie-Genre wird hier nicht neu erfunden, eher im Gegenteil, „Untot“ nutzt sämtliche Klischees, aber das ist nicht weiter schlimm, denn es tut genau das was es soll. Mich in einem meiner Lieblings-Genres unterhalten. Und das macht „Untot“ sehr gut.

Fazit:
„Untot“ zeigt uns mal wieder, das auch in Groschenromanen eine spannende Geschichte über die Postapokalypse, dem Kampf ums Überleben und vor allem Zombies erzählt werden kann. Kurzweilig, aber sehr unterhaltsam. Ich freue mich auf die Fortsetzung!

Hier zu kaufen:
„Untot“ kann zur Zeit exklusiv über www.pulpx.de bzw. info@pulpx.de bezogen werden. Preise gibt es dort auf Anfrage.

12 thoughts on “Untot – Ein „Groschenroman“ mit Zombies”

  1. Debi says:

    Geil! Ich werde das Projekt mal beobachten. Wenn wirklich weitere Teile rauskommen, ist es sogut wie bestellt :D

    1. Thompsen says:

      Der zweite Teil ist für Mitte Februar angekündigt.

  2. Onkel says:

    Wieviele Groschen ruft der Mann für seine Romane auf? Oder muss ich mich da tatsächlich erst per Mail melden *grübel*

    1. Thompsen says:

      Zur Zeit geht das nur per Mail. Keine Ahnung, wann das geändert wird. Ich halt noch ein sehr junges Projekt.

  3. geschallere says:

    ahoi,
    ich habe für meine ausgabe 5 euro + versand bezahlt.
    is sein geld auch wert, finde ich. die qualli ist sehr gut nich son fledderiges ding wie man es sonst von groschenromanen kennt und mir gefällt das handgemacht ist und kein massenprodukt. schon geil

  4. geschallere says:

    sorry ,der preis war inclusiv versand !!!

  5. Cloroform says:

    Kann der Kritik nur zustimmen.Sehr gute Unterhaltung.
    Freu mich auch schon auf Teil 2. Hoffe es gibt bald nen besseren Support von PulpX. ABO???

    Müsste man nen Vergleich ziehen wär das Heft ein gedruckter 80er Jahre Actionstreifen..

  6. Jana says:

    Sehr cool Eine echte Bereicherung für das Genre.

  7. Sandra says:

    Supergenial!
    Hab es am Stücj verschlungen.
    Sprachlich rund, lebendige Figuren, guter Plot. Ich freu mich schon auf den nächsten Band!

  8. Pingback: Untot – Tanz der Verdammten | Blackfear - Endzeit
  9. Trackback: Untot – Tanz der Verdammten | Blackfear - Endzeit
  10. Conny says:

    Ich Liebe es!!!! Erst dachte ich mir, „okay mal reinlesen kannste ja“… Aber nun ist auch schon der 2. Teil verschlungen und ich kann den dritten und viele weitere kaum abwarten. Weiter so !!!!!

  11. Luna says:

    Bin eigentlich nicht so der Zombie-Fan … aber war sofort gefangen! Super geschrieben, der Leser hat immer ein Bild vor Augen, spannend und sympathische Charaktere. Heftchen quasi auch an einem Stück durchgelesen und mit Teil 2 nicht lange warten können… ;)

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