Untot – Lauf, solange du noch kannst

Rezensent: Dirk Wendt

Inhalt:

Roberta, kurz Bobby, möchte lieber sterben, als diese Schulklasse nach der Klassenfahrt wiederzusehen. Der Ski-Ausflug, den sie vor Beginn des neuen Schuljahres mitgemacht hatte, war so was von peinlich. Sie kam mit ihrer Mutter aus den USA und ist die absolute Außenseiterin. Typisch. Wer will schon mit einer neuen was zusammen machen, das beruht aber auf Gegenseitigkeit. Bobby hat auch kein Interesse. Seit ihr Vater an Krebs gestorben ist, hat sie den einzigen Mensch verloren, der ihr etwas bedeutete. Das Verhältnis zu ihrer Mutter ist eher angespannt, Roberta hat sogar das Gefühl, ihre Mutter möchte sie nicht haben.

Was sagten ihre Eltern vor Monaten, eine Skireise vor Schulanfang sei genau das richtige um die Mitschüler kennenzulernen. Das war bevor ihr Dad verstarb. Als der Umzug noch nicht mehr als eine Idee gewesen war, nun ist sie hier in einem Bus voller Looser.

Als der Bus in einem Wald eine Pause macht, damit Lehrer und Teenager ihren Hunger in der Raststätte Cherry Chompers stillen können, beginnt das Unglück für Bobby. Sie schaut den Mitschülern nach, die die Gaststätte betreten, vor der Tür steht ein voll peinlicher Mann in einer Karotten-Verkleidung und scheint etwas zu verteilen. Wie gesagt, voll peinlich.

Smitty, der coole Indie-Freak und sie werden vom Lehrer, Mr. Taylor alleine im Bus gelassen. Bobby, weil sie kein Bock hat mit den Loosern mitzugehen, Smitty, weil er vom Lehrer aus nicht den Bus verlassen darf. Er ist der Klassenraudi. Damit die Teenies trotzdem etwas zu essen bekommen macht sich der Lehrkörper, mit seiner Erkältung los um den beiden etwas Eßbares zu holen.

Das war das letzte Mal, dass sie ihn sahen, nein das letzte Mal, dass sie ihn lebendig sahen.

Wenige Minuten später erscheint eine Mitschülerin, Alice, an der Tür, aufgelöst weint sie und schreit sie sind alle tot und Mr. Taylor wollte sie anfallen. Damit geht das Abenteuer für Roberta, Smitty und Alice los, zu denen sich zu einem späteren Verlauf noch einige andere zugesellen und leider auch einige nicht überleben werden.

Wer kommt hinzu? Wer stirbt? Wird der Karottensaft überleben? Kauft das Buch.

Meinung:

Teenies treffen auf Zombies. Was passiert da wohl? Die Sorgen der Kids, ob sie gut aussehen oder wie peinlich es wäre, wenn der Zombie, der gerade nach ihnen schnappt, sie erwischt, sind natürlich primär. Ich denke jeder von uns war früher, als er jung war genauso. Was denken die anderen, wie peinlich wäre es, wenn ich gebissen werde und ich fange an zu sabbern wie eines dieser Viecher. Ich würde sterben. Schön sind auch diese Ein-Wort-Sätze a lá „Nicht. Die.“ oder „BLOß. NICHT. DER. TYP“, die einen selbst in seine Jugend zurückversetzen oder Sprüche wie „Ich glaube Mr. Taylor hat dein Sandwich vergessen.“ oder „Schau mal der sabbert“ (als man einen Zombie aus der Nähe sieht).

Natürlich geht es auch blutig zu, immerhin müssen sich Bobby und Smitty und ihre Freunde gegen nicht Lebende, fast ganz tote ehemalige Menschen zur Wehr setzen. Dabei kann es schon mal sein, dass der eine oder andere Untote seinen Kopf verliert. Der Spannungsbogen in Untot wird von Kirsty McKay langsam aufgebaut beginnend im Schulbus und dem Cherry Chompers und endet in einer Burg, soviel kann ich sagen.

Der Roman lässt dem Leser durchweg keine Ruhe. Die Protagonisten rennen von einer Situation in die nächste und lernen langsam sich mit der Situation anzufreunden, es bleibt ihnen auch nichts übrig, denn sie sind von jeder Seite bedroht und nicht nur von Untoten, auch einige Menschen scheinen ihnen nicht wohlgesonnen zu sein.

Fazit:

Ein leicht lesbarer Roman, geschrieben in einer, wie ich finde „jugendlichen“ Sprache der sehr kurzweilig ist und den es Spaß macht zu lesen. Mir hat er sehr gut gefallen, auch wenn es sich eher um ein Jugendroman handelt, finde ich ihn sehr gelungen. Ich habe an einigen Stellen doch süffisant gegrinst, gerade wenn sich Bobby zum Beispiel Sorgen macht, was die anderen wohl von ihr denken, wenn sie nun doch gebissen wird oder sie sich vor Angst in die Hose macht. So was darf natürlich einen jungen Mädel nicht passieren. Auch vom Preis her kann ich sagen, das Verhältnis zwischen Papierroman und Unterhaltung passt.

Untot – Lauf, solange du noch kannst

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4.2 von 5 Sternen (69 Kunden Reviews)

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