Urban: Band 1. Die Spielregeln – Rezension

urban_coverDas Splitter inzwischen eine große, sehr gute Auswahl an postapokalyptischen und dystopischen Comics führt, dürfte inzwischen ja bekannt sein. Erfreulicher Weise wird diese Erfolgsstrategie weiter verfolgt und so wurde nun ein neue Reihe veröffentlicht: „Urban“ . Wir haben uns den ersten Band „Die Spielregeln“ angeschaut und sagen euch ob der Kauf lohnt.

Worum geht es in dem Comic?
Bei „Urban“ handelt es sich um eine Dystopie wie sie im Buche steht. Die Menschheit arbeitet Tag und Nacht um das Überleben der eigenen Rasse zu sichern, für Spaß und vergnügen bleibt keine Zeit. Mit einer Ausnahme, der gigantischen Stadt „Myjoy“. Hierbei handelt es sich um einen riesigen Vergnügungskomplex, der nur ein Ziel verfolgt, der Mensch soll unterhalten werden. Kontrolliert wird diese völlig überdrehte Stadt von einem totalitärem System, das alle Einwohne, Mitarbeiter und Besucher auf Schritt und Tritt überwacht und dafür sorgt, das alles genau so läuft, wie das Regime es wünscht.
Zachary Buzz, der Protagonist der Serie, findet sich in dieser Stadt wieder, nachdem er seinen elterlichen Bauernhof verlassen hat. Sein größter Wunsch ist es den Urban Interceptors beizutreten. Dabei handelt es sich um eine spezielle Polizei-Truppe, die sich auf besonders schwere und spektakuläre Fälle spezialisiert hat. In diesem ersten Band lernt Zachary wie das Leben in Myjoy abläuft, was es mit dieser Spezialeinheit auf sich hat und wie kompliziert so ein System sein kann…

Mein Eindruck:
Dystopien gibt es inzwischen wie Sand am Meer und man muss sich wirklich etwas einfallen lassen um den Leser in einer solchen Zukunftsvision noch fesseln zu können. Zum einen braucht es eine glaubhafte, düstere Welt und auf der anderen Seite steht und fällt die Geschichte mit ihren Charakteren. „Urban“ schaft es mit genau diesen Attributen zu überzeugen. Die Welt, diese riesige Vergnügungsstadt Myjoy ist so spannend dargestellt und lässt sich am Besten als Mix aus Blade Runner und Transmetropolitan beschreiben. Es gibt allein in den sehr gut gemachten Zeichnungen so viele Details zu entdecken, das man selbst beim dritten Durchblättern immer wieder was Neues entdeckt. Die Farben sind dabei in atmosphärischen Braun- und Grautönen gehalten, was wirklich stimmungsvoll wirkt.

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Unser Hauptprotagonist ist in „Urban“ mal kein runtergekommener Ex-Cop, wie in so vielen anderen Geschichten, sonder das was wir am besten als unbeholfenen Bauerntölpel beschreiben würden. Seine überforderte, naive, aber immer doch gut gemeinte Art macht ihn sehr liebenswert und es ist amüsant zu sehen, wie er in seiner neuen Umgebung klar kommt. Oder auch nicht, wenn er mal wieder völlig überfordert ist und in irgendwelche Fettnäpfen tritt. Aus ihm könnt ein richtiger Antiheld werden.
Was mich allerdings etwas verwirrt hat ist ein Element in diesem Comic, das ich noch nicht ganz zuordnen kann. Unser Hauptcharakter hat einen Fernsehheld aus seiner Kindheit, mit dem er immer wieder Selbstgespräche führt. Allerdings scheint es diese Person in Myjoy auch wirklich zu geben. Oder auch nicht. So genau verstanden habe ich das nicht, aber ich denke, es wird sich mit den nächste Episoden aufklären. Wichtig ist aber, dass „Urban“ wirklich Spaß macht und ich mich auch die Fortsetzung sehr freue.

Fazit:
„Urban“ ist der Auftakt einer düsteren, dysoptischen Reihe, die das potential hat eine ganz große, spannende Geschichte zu erzählen. Ich bin mehr als gespannt auf den zweiten Teil!

Urban: Band 1. Die Spielregeln

Preis inkl. MwSt (zzgl. Versand): EUR 13,80

5.0 von 5 Sternen (2 Kunden Reviews)

72 Neu & Gebraucht ab EUR 9,72

2 thoughts on “Urban: Band 1. Die Spielregeln – Rezension”

  1. Nathalie says:

    Das sieht interessant aus, danke für das super review!

  2. Henning says:

    oh jawoll, genau dadrauf fahr ich voll ab! :)
    Danke für den Bericht; hat sich für mich schon voll gelohnt!!

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