Warum ich Fotografen nicht (mehr) leiden kann

Früher empfand ich die Berufsgruppe der Fotografen immer als Vorbilder an der Kamera. Künstler, die es schaffen jeden Moment unendlich schön einzufangen, Emotionen zu wecken und einfach diesen „wow“-Effekt zu zaubern. Ich mag gute Fotos. Sehr sogar. Allerdings ändert sich mein Bild von Fotografen gerade in den letzten zwei bis drei Jahren immer mehr in das Negative. Immer wieder ließt man von Abmahnung, Rechtsstreitigkeiten und von finanziellen Summen, die ganze Existenzen bedrohen.

Versteht mich nicht falsch, ich habe Verständnis dafür, dass Fotografen auch Geld verdienen müssen und Lizenzen verkaufen. Das ist rechtens und auch gut so. Was aber nicht ok ist, dass immer mehr Fotografen Gründe suchen und auch finden, Privatpersonen oder Blogger abzumahnen. Aktuell regt mich wieder ein Fall auf, in dem ein auf Facebook geteiltes Bild abgemahnt wurde. Das Besondere an diesem Fall ist aber, dass die abgemahnte Person einen Facebook-Share-Button verwendet hat und somit eigentlich keinen Fehler begangen hat. Alle Details dazu findet ihr z.B. auf t3n.

Das perverse an dieser Sache ist, das wir Seitenbetreiber nun nicht nur darauf achten müssen, ob wir ein Bild verwenden dürfen, sondern ob wir für dieses Bild Social-Media-Rechte besitzen, die eine weitere Verbreitung erlauben. Ich sehe schon jetzt einige viele Blogger in der Privatinsolvenz und das ist einfach nur zum Kotzen. Diese ganze Abmahnindustrie ist zum Kotzen. Friedemann Weise hat das seinerzeit mal sehr gut auf den Punkt gebracht:

Fakt ist jedenfalls das diese abmahnenden Fotografen deren gesamtes Berufsbild verunglimpfen und es eigentlich nur noch zu einem Hassobjekt machen. Mir persönlich stellen sich schon die Nackenhaare auf, wenn mir jemand erzählt dass er Fotograf ist, da ich dann immer dieses Bild eines Abmahners im Kopf habe. Natürlich ist das längst nicht bei jedem Fotografen der Fall, der fade Beigeschmack ist aber stehts präsent.

2 thoughts on “Warum ich Fotografen nicht (mehr) leiden kann”

  1. Norman Plattek says:

    Das lustige daran ist ja auch das sich heutzutage jeder als „Fotograf“ bezeichnet, es reicht ja auch nur ein Smartphone und schon kann man loslegen. Das die Qualität von solchen Bildern mangelhaft viel zu wünschen läst, ist schon ein anderes Thema. ;)
    MfG.

  2. Nicole says:

    Meine Freunde bezeichnen mich immer als Fotograf, nur weil ich mir ne DSLR gekauft habe und die bisschen mehr gekostet hat, weil man sich damit hat mal ausseinandersetzen will.

    Aber mich deswegen geich Fotograf zu nennen halte ich bei weiten übertrieben ^^

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