World War Z – eine Kurzreview

Nachdem wir uns gestern World War Z im Kino angeschaut haben und die Eindrücke noch frisch sind, möchte ich als Fan der Romanvorlage Operation Zombie: Wer länger lebt, ist später tot ein paar Worte zu dem Film schreiben.

Eigentlich habe ich trotz des imposanten Trailers nicht viel vom Film erwartet, darum ging ich mit einer relativ neutralen Einstellung ins Kino. Was mich dann aber überrascht hat, war dass man gleich ins Geschehen hinein geworfen wird. Da ist Brad Pitt alias Gerry Lane mit seiner Familie unterwegs , als sie von einem Zombieausbruch überrascht werden und schon nimmt die Story voll Fahrt auf. Achja die Zombies. Vergesst schlurfende, hinkende Untote. Hier haben es die Zs in sich. Sie rennen beängstigend schnell, springen wie ein Parkour-Läufer und haben keine Hemmungen ihren eigenen Körper auf Kosten der Geschwindigkeit weiter zu schinden. Sobald sie Witterung aufgenommen haben sind sie wie wilde Tiere, die unerbittliche Jagd auf frisches Menschenfleisch machen.

Gerry Lane wird also damit beauftragt den Ursprung der Seuche zu finden und beginnt eine Reise um die ganze Welt. Diese habe ich mir allerdings deutlich epischer Vorgestellt. So ist er z.B. in Südkorea, wo man nur einen kleinen Stützpunkt zu sehen bekommt, dann in Jerusalem, welches zugegeben schon deutlich grandioser rüber kommt und anschließend in Wales, wo er einen Teil der „Lösung“ entdecken will. Diese ganze Reise geht mir aber deutlich zu schnell und ist von einigen Logikfehlern durchsetzt, die doch ziemlich stören.

Trotzdem ist der Film spannend gemacht. Die ständige Flucht vor den Untoten und die Szenen in denen gleich tausende ihr Unwesen treiben haben es in sich. Aber gerade diese Massenaufnahmen hätte ich mir mehr gewünscht. Ich erinnere mich noch gut daran, wie im Buch sehr detailliert auf die Massenbekämpfung gegen die Zombies eingegangenen wurde oder auch Einzelschicksale aus der Geschichte mehr als ein „Zombies-kommen,-such-die-Impfung-Film“ machen. Diese Szenen gab es dann leider nur im Abspann in denen der Kampf gegen die Untoten gezeigt wurde. So gesehen ist dieser Film alleine für sich keine würdige Umsetzung der Romanvorlage, aber glücklicherweise ist die viel diskutierte World War Z Fortsetzung nun offiziell bestätigt worden, sodass doch noch etwas daraus werden könnte.

Abschließend sei noch gesagt, dass der Film auf starke Gewaltdarstellungen verzichtet. Ob das nun gut oder schlecht ist, sei einfach mal dahin gestellt. Für mich gehört ein wenig Blut und Gore einfach zu einem Zombiefilm, aber hier wollte man wohl massentauglich sein.

Fazit:
World War Z ist der Auftakt einer sehr gut gemachten Zombiereihe und muss einfach eine Fortsetzung bekommen. Ohne wird er er aber nie an die epische Romanvorlage heranreichen. Hier muss noch nachgelegt werden!

Hier die Vorlage zum Film:

Operation Zombie: Wer länger lebt, ist später tot

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4.2 von 5 Sternen (185 Kunden Reviews)

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One thought on “World War Z – eine Kurzreview”

  1. Georg says:

    Einfach endgeil. So muss es sein.

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